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Göttingen Grüne fordern mehr Sozialwohnungen
Die Region Göttingen Grüne fordern mehr Sozialwohnungen
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00:17 01.12.2016
Von Michael Brakemeier
Die Grünen und Teile der SPD lehnen den Städtebaulichen Vertrag für das Huhtamaki-Gelände ab.
Die Grünen und Teile der SPD lehnen den Städtebaulichen Vertrag für das Huhtamaki-Gelände ab. Quelle: Meder
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"Das ist zwar alles sehr gut", bescheinigte Horst Roth (Grüne) dem städtebaulichen Vertrag, der zwischen Stadt und dem Investor und Eigentümer des Geländes, Patrick  Deyerl von der Soester Hoko Verwaltungs GmbH, geschlossen werden soll. "Aber es ist zu wenig sozialer Wohnungsbau vorgesehen", bemängelte Roth. 

Dabei hatte Jörg Müller, in der Bauverwaltung für städtebauliche Verträge zuständig, den abzuschließenden Vertrag zuvor in der jüngsten Ortsratssitzung als den ersten im Stadtgebiet angepriesen, der überhaupt eine Quote für Sozialwohnungen vorsieht. Der vorgesehene Anteil von 30 Prozent Sozialwohnungen bei den geplanten Wohnungen im Geschosswohnungsbau sei "nicht so schlecht", sagte Müller. "Die Vorhabenträgerin realisiert kurzfristig mindestens 3000 Quadratmeter als sozialen Wohnungsbau, diese Wohnungen werden bis spätestens vier Jahre nach Rechtskraft des Bebauungsplans bezugsfertig erstellt", heißt es im Vertrag.

Sozialer Wohnungsbau gehe nur über Zuschüsse, argumentierte Hans Otto Arnold (CDU). Mehr Sozialwohnungen in dem Gebiert würde bedeuten, dass die anderen Wohnungen teurer würden. Auf dem "riesigen Gebiet" würden nur wenige Wohnungen im "unteren Preissegment" entstehen, bekräftigte Jutta Abramowski die Forderung der Grünen. Göttingen habe ohnehin nicht "so viele Sozialwohnungen".

Am Ende stimmten die Grünen und Piraten geschlossen und die SPD zu Teilen mit zusammen sieben Stimmen gegen den Vertrag. CDU, FDP und Teile der SPD stimmten mit sechs Stimmen dafür.

Die Entwicklung des ehemaligen Huhtamaki-Geländes ist auch Thema in der nächsten Sitzung des Bauausschusses. Sie beginnt am Donnerstag, 8. Dezember, um 16.15 Uhr in Raum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4. Abschließend entscheidet der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss.