Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Grüne unterstützen Ziele der Hausbesetzung in Göttingen
Die Region Göttingen Grüne unterstützen Ziele der Hausbesetzung in Göttingen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:06 03.05.2018
Besetzung des leerstehenden Wohnheims des Goethe-Instituts. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Thomas Harms sagte: „Sie zeigen, dass es an Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen mangelt. Das ist gut und richtig und wichtig“. Die Stadtverwaltung müsse ihre Anstrengungen verstärken, Alternativen für das umstrittene Flüchtlingswohnheim im Gewerbegebiet Siekhöhe zu finden. Zuvor hatten bereits die Jungsozialisten, die Piraten-und-Partei-Ratsgruppe sowie die Linke die Aktion befürwortet.

Verunsicherte Mitarbeiter

Der Stadtverband und die Ratsfraktion der SPD nannten die Besetzung hingegen „weder rechtlich noch moralisch gerechtfertigt“. Die im Goethe-Institut tätigen Mitarbeiter seien durch die Aktion verunsichert. „Wer glaubt, durch diese Hausbesetzung für irgendwen in dieser Stadt oder darüber hinaus eine Verbesserung von Lebensbedingungen zu erreichen, befindet sich auf dem politischen Holzweg“, hieß es in einer Mitteilung.

Wohnheim und angrenzende Villa gehören der Stadt Göttingen

Studierende und andere junge Menschen hatten die Besetzung am Montagmorgen begonnen. Das Wohnheim und eine angrenzende Villa gehören der Stadt Göttingen und sind an das Goethe-Institut vermietet. Weil das Institut in ein neues Haus umzieht, wurde das Wohnheim schon vor mehreren Monaten geräumt. Die Stadtverwaltung will den gesamten Gebäudekomplex veräußern. Die Besetzer verlangen, dass der Verkauf gestoppt wird und dass Flüchtlinge aus der Sammelunterkunft Siekhöhe und andere Wohnungssuchende in das Wohnheim einziehen.

Zwei Besetzerinnen erklären die Hintergründe

Die Grünen im Göttinger Rat sind dagegen weiterhin für einen Verkauf. Der Anbau sei fest mit dem historischen Gebäude verbunden und funktional nicht davon zu trennen. „Wir brauchen das mit dem Verkauf zu erzielende Geld für nötige Investitionen“, sagte die Grünen-Ratfrau Regina Meyer. Nur so gelinge es, dringende Ausgaben etwa für Schulen, Kindertagesstätten und für bezahlbares Wohnen zu stemmen.

Besetzer führen Gespräche mit Ratsfraktionen

Die Besetzer haben nach eigenen Angaben unterdessen mit mehreren Ratsfraktionen Gespräche geführt. Die Ratsmitglieder sowie Vertreter des Göttinger Integrationsrates hätten sich vor Ort davon überzeugen können, dass sich das Wohnheim „in einem weit besseren Zustand befindet als von der Stadt dargestellt“, sagte ein Sprecher der Aktivisten am Donnerstag. Es könne „rasch als Wohnraum genutzt werden“. Wie schon bislang, verlaufe die Besetzung durchgehend friedlich und dialogorientiert, betonte der Sprecher.

Von epd

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Göttingen Neukonzeption von St. Johannis - 3,5 Millionen Euro kostet eine Bürgerkirche

Neue Farbe, neue Technik, neuer Fußboden, neuer Haupteingang – und vor allem neues Konzept. Die Innenstadtkirche St. Johannis soll ab Sommer zur Bürgerkirche umgebaut werden. Ein Projekt, für das die Kirchengemeinde 3,5 Millionen Euro aufbringen muss – eine große Aufgabe.

06.05.2018

Das gute Wetter auskosten können Minigolf-Fans aus der Region in Göttingen am Freitag, 4. Mai, ab 14 Uhr auf den Minigolf-Anlagen an der Grätzelstraße 11 und am Hainholzweg 43.

03.05.2018
Göttingen Staatsschutzkommissariat ermittelt - Göttinger CDU-Parteigeschäftsstelle beschmiert

Unbekannte haben in der Nacht zum 24. April die CDU-Parteigeschäftsstelle in der Reinhäuser Landstraße mit Farbeimern beworfen sowie eine Grundstücksmauer großflächig mit der Parole „Abschiebung ist Mord“ beschmiert. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit.

03.05.2018