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Göttingen Harms gibt Posten als Ortsbürgermeister von Geismar ab
Die Region Göttingen Harms gibt Posten als Ortsbürgermeister von Geismar ab
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00:30 29.06.2019
Thomas Harms (Grüne) gibt sein Amt als Ortsbürgermeister von Geismar ab. Quelle: Dietmar Kuhn
Geismar

 Thomas Harms (Grüne) gibt sein Amt als Ortsbürgermeister von Geismar vorzeitig ab. Er folgt damit einer Absprache mit der SPD im Ortsrat. Harms war der zweite und ist zurzeit der einzige Bürgermeister der Grünen in der Stadt Göttingen.

„Ich bin vertragstreu“, erklärt Harms seinen Rücktritt, den er an diesem Donnerstag während der Sitzung des Ortsrates bekannt geben will. Zugleich wird das Gremium mit großer Wahrscheinlichkeit einen Nachfolger für Harms wählen – aus den Reihen der SPD. Dahinter steckt eine Vereinbarung von SPD und Grünen, die in Geismar ein Mehrheitsbündnis bilden. Mit vier SPD-Mitgliedern und drei Grünen haben sie im Ortsrat das Sagen. Denn die CDU hat ebenfalls vier Mandate, FDP und GöLinke jeweils ein Mandat.

Vor diesem Hintergrund hatten SPD und Grüne vereinbart, dass die Grünen in der ersten Hälfte der Wahlperiode den Bürgermeisterposten besetzen, die SPD die zweite Halbzeit. Zugleich setzen sie immer wieder gemeinsam ihre Politik durch. Der angekündigte Wechsel steht jetzt bevor. Als möglicher Kandidat ist Peter Limpke im Gespräch.

Schon 2. Wahlperiode im Amt

In der vorherigen Wahlperiode gab es die gleiche Vereinbarung. Damals hatte Horst Wattenberg (SPD) die erste Hälfte übernommen, Harms die zweite. Damit ist der 53-Jährige Pastor bereits seit Mitte 2013 offiziell Ortsbürgermeister von Geismar. Weil Wattenberg während seiner Amtszeit allerdings eine lange Zeit krank war, hatte Harms ihn schon davor vertreten.

Thomas Harms und sein Vorgänger Horst Wattenberg beim Jahresempfang 2014. Quelle: Peter Heller

In seinem Amt als Ortsbürgermeister habe er immer wieder und besonders zu Beginn den Menschen, die er zu besonderen Geburtstagen und Jubiläen besucht oder bei Dorffesten getroffen hat, ersteinmal zugehört. „Und dann bekommt man schnell mit, wo die Probleme liegen“, sagt Harms. Immer wieder an erster Stelle stehe die Sorge um die eigene Wohnung und bezahlbaren Wohnraum. Darum habe er sich in seinem Amt auch besonders für ein Neubaugebiet mit Wohnungen im Geschossbau stark gemacht – idealerweise südlich des Kiesseekarrees. Das werde zurzeit auf Stadtebene geprüft „und ich hoffe, dass es auch kommt“.

Grüngürtel und Wohnheim

Sehr erfreut sei er, dass noch während seiner Amtszeit, die am 30. Juni endet, der erste Abschnitt eines Grüngürtels südlich von Geismar fertiggestellt wurde. „Schön“ sei auch, dass die Kiesseestraße mit Tempo 30 verkehrsberuhigt wird. Diese Freude ist bei Harms allerdings auch ein wenig getrübt: „Leider haben wir es bisher nicht geschafft, die Straße grundlegend und zeitgemäß so weit umzubauen, dass alle Verkehrsteilnehmer den Raum gleichwertig nutzen können.“

Sehr Positiv gesehen habe er das große soziale Engagement der Nachbarschaft des Flüchtlingswohnheimes auf den Zietenterrassen. Das zeige, dass auch in Geismar mit fast 20 000 Einwohnern „echtes Gemeinwohl mehr ist, als die Summe von Einzelinteressen.“

Der Ortsrat Geismar tagt am Donnerstag, 27. Juni, um 19.30 Uhr im Haus der Verwaltungsstelle, Kerlsgasse 2. us

Weitere Grüne Ortsbürgermeister in der Region

Bereits vor Harms war Frank Vaupel von den Grünen Ortsbürgermeister in Weende (bis 2013), außerdem Bernd-Michael Weide von 2011 bis 2013 in Nikolausberg. Im Landkreis Göttingen gibt es noch einen zweiten Grünen Ortsbürgermeister: Martin Worbes in Diemarden. Einen ähnlichen Deal zwischen SPD und Grünen wie in Geismar gab es vor einigen Jahren auch in Waake.

Von Ulrich Schubert

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