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Göttingen Grundstein für Erweiterungsbau der Lohbergschule ist gelegt
Die Region Göttingen Grundstein für Erweiterungsbau der Lohbergschule ist gelegt
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20:35 23.09.2019
Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und die Konrektorin der Lohbergschule Sabine Formanek verstauen eine Zeitkapsel im Grundstein des Erweiterungsbaus der Schule. Quelle: Garben
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Göttingen

Mit einer symbolischen Grundsteinlegung haben Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und die stellvertretende Schulleiterin Sabine Formanek am Montagvormittag in Anwesenheit von Schülern, Lehrern, Mitgliedern des Bau- und Schulausschusses sowie der Verwaltung den Startschuss für den Erweiterungsbau an der Lohbergschule gegeben. Bis zum Oktober 2020 soll der barrierefreie Neubau stehen. Die ersten Arbeiten waren zu Beginn der Sommerferien erfolgt.

„Das Ergebnis ist ein Gebäude, von dem ich sicher bin, dass es sowohl die Schule stärken wird, denn das ist das Kernziel – vor allen Dingen mit einem vernünftigen Mensabetrieb –, was aber auch einen echten Zugang in den Lönsweg gestalten wird“, sagte Köhler. Dadurch werde die Schule vom Rand in die Mitte des Quartiers „Grüne Mitte Ebertal“ hereingenommen.

1000 Quadratmeter Nutzfläche

Um Kinder für das Lernen zu begeistern, brauche es „ansprechende und motivierende Räume“, ergänzte Formanek. Der Bau sei nicht nur eine Vergrößerung, sondern steigere auch die Attraktivität der Schule als Lebensraum.

Vorgesehen sind dort eine Mensa, sechs Gruppenräume für den Ganztagsbetrieb, ein Funktionsraum sowie ein Büro für die Lehrkräfte der Nachmittagsbetreuung – insgesamt 1000 Quadratmeter Nutzfläche mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Millionen, wie Dinah Epperlein, Fachbereichsleiterin Gebäude, berichtete. Derzeit werde nach einem Investor für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gesucht. Zudem soll der Neubau langfristig an Fernwärme angeschlossen werden.

Die Schüler dürfen zugucken wie Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Konrektorin Sabine Formanek den Grundstein für den Erweiterungsbau legen. Quelle: Garben

Da die Lohbergschule bereits 2014 den offenen Ganztagsbetrieb aufgenommen hat (damals mit nur einem Jahrgang), wurde die Pausenhalle vor etwa zwei Jahren zur provisorischen Mensa umfunktioniert. „Aber das ist wahnsinnig eng, weil wir den Pausenraum auch als Musikraum nutzen mussten“, berichtete Formanek. 216 Schüler zählt die Grundschule aktuell; 113 aus allen Jahrgängen besuchen die Ganztagsschule, die bis 15.30 Uhr geöffnet ist. Mit den zusätzlichen Wohnungen, die die Städtische Wohnungsbau plant, könnten es in den kommenden Jahren bis zu 200 Kinder werden, schätzt die Koordinatorin des Ganztagsangebotes, Carmen Troncoso-Salazar. Dafür sieht sie die Schule personell und auch vom pädagogischen Angebot her gut aufgestellt.

Zukunft des Awo-Häuschens

Auf dem Gelände der Schule befindet sich auch noch der Hort „Die Geckos“, in dem 15 Kinder betreut werden, sowie der Hort der Awo im kleinen „Häuschen“ und die pädagogische Mittagstischgruppe, die von 50 Kindern besucht werden. Wenn der Neubau fertiggestellt ist, sollen diese Angebote auf die KiWO gGmbH überführt werden, die sich aus der Awo und dem Kinderhaus zusammensetzt und Träger der Ganztagsschule ist.

Und was passiert dann mit dem sanierungsbedürftigen Awo-Häuschen? Eine Option sei, das Gebäude für sechs bis acht Jahre zu ertüchtigen und zum Nachbarschaftszentrum zu entwickeln, sagte Awo-Geschäftsführer Michael Bonder. Quartiersarbeit werde dort bereits geleistet.

Veranstaltungen in der Mensa

Zwar soll das Nachbarschaftszentrum final neben dem neuen Quartiersplatz in Nachbarschaft zum Rewe-Markt am Steinsgraben entstehen, doch das könne gut noch sechs bis zehn Jahre dauern, weil dieser Platz als letztes gebaut werde, sagte Epperlein. Deshalb biete sich das Häuschen der Awo als vorläufige Alternative an. Die möchte auch die Trägerschaft des Nachbarschaftszentrums übernehmen, betonte Bonder auf Nachfrage.

Für größere Abendveranstaltungen im Wohnviertel käme auch die Mensa in Betracht, so Epperlein. Das dürfte Konrektorin Formanek freuen, hofft sie doch, dass „die Schule ein Mittelpunkt im ‚Grünen Ebertal‘ wird“.

„Grüne Mitte Ebertal“

Das Bauprojekt „Grüne Mitte Ebertal“ zählt zu den größten Wohnungsbauvorhaben in Göttingen. In den kommenden zehn Jahren will die Städtische Wohnungsbau (SWB) das Viertel komplett umgestalten. Statt der bislang 454 sollen dort später einmal etwa 600 Wohnungen zur Verfügung stehen. Von den derzeit bestehenden Wohnungen sollen 290 durch Neubau ersetzt werden. Dabei setzt die SWB auf ein sogenanntes revolvierendes Verfahren: Ist der erste, bereits begonnene Neubau an der Wörthstraße bezugsfertig, können die Mieter eines der bestehenden Häuser dort einziehen. Anschließend wird ihr altes Gebäude erneuert. Die Gebäude nördlich des Steinsgrabens sind jünger, sie sollen grundlegend saniert werden. Die Gesamtinvestitionen beziffert die SWB mit etwa 120 Millionen Euro. 260 Wohnungen werden öffentlich gefördert, um niedrige Mieten zu ermöglichen.

Von Nora Garben

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