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Die Region Göttingen Guerilla Gardening: Hanf wächst in Göttingen
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19:13 10.07.2013
Es grünt so grün im Papendiek: Die Gruppe „Einige Autonome Blumenkinder“ hat Hanf ausgesät.
Es grünt so grün im Papendiek: Die Gruppe „Einige Autonome Blumenkinder“ hat Hanf ausgesät. Quelle: Hinzmann
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Die Gruppe „Einige Autonome Blumenkinder“ hat sich dazu bekannt „mehrere Kilo“ Cannabissamen ausgesät zu haben. „Aus Protest gegen die restriktive Drogenpolitik“, wie es in einem Bekennerschreiben der Gruppe heißt. Es handele sich „größenteils“ um Saatgut ohne den Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC).

Die Gruppe fordert die Legalisierung von Cannabis. Die Verbannung in die Illegalität habe unmittelbar negative Auswirkungen: Durch fehlende Kontrollmöglichkeiten würden Cannabisprodukte häufig gestreckt. Ein legaler Verkauf von Cannabisprodukten, zum Beispiel in Apotheken oder Coffee-Shops, würde die Möglichkeit einer kontrollierten Abgabe schaffen, heißt es in dem Schreiben.

Die Grüne Jugend hat sich mit den Blumenkindern solidarisiert und die „großangelegte Guerilla-Gardening-Aktion“ als einen „weiteren kreativen Schritt im Kampf für die umfassende Entkriminalisierung von Hanfanbau und den Konsumenten“ begrüßt. Und im Netz zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Unterdessen haben Polizei und Stadt an vier Stellen, wie Polizeisprecher Joachim Lüther erklärt, die Hanfpflanzen geerntet und entsorgt. Bereits im vergangenen Jahr hatten Unbekannte auf dem Mittelstreifen des Kreuzbergrings Hanf gesät. Auch damals ernteten Stadt und Polizei.