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Göttingen Gunther Adler zu Besuch in Duderstadt und Göttingen
Die Region Göttingen Gunther Adler zu Besuch in Duderstadt und Göttingen
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11:50 30.07.2019
Besuch auf der Stadtmauer (v.l.): Martin Vollmer (Fachdienst Bauaufsicht, Denkmalschutz), Bürgermeister Wolfgang Nolte, Gunther Adler (Geschäftsführer Personal der Autobahn GmbH des Bundes) und Adler persönlicher Referent Philipp Steiger. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Das Fachwerk sei eine wichtige Visitenkarte für Duderstadt und das Eichsfeld, betonte Adler. Das gelte nicht nur für Besucher sondern auch für die Menschen, die dort wohnen. In seiner Funktion als Staatssekretär habe er das FachwerkFünfeck, also die Kooperation der Städte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode, kennengelernt.

Gunther Adler Quelle: Rüdiger Franke

Sein letzter Besuch in Duderstadt liege fast 30 Jahre zurück, erzählt Adler. Nach der Grenzöffnung sei er hergekommen. Er besitze aber auch familiäre Wurzeln, die ins Eichsfeld reichen. Er selbst ist in Leipzig geboren, seine Mutter stamme aber aus Steinbach und sein Vater aus Beuren. „Für mich als Kind war es schon komisch, wenn meine Eltern sagten: Wir fahren nach Hause.“ Im März 1989 sei er in den Westen gegangen. „Das hat auch mit den regelmäßigen Aufenthalten an der Grenze zu tun“, sagte er. Bei diesen hatte er mit Elfriede Bögershausen auch eine Tante aus Brochthausen kennengelernt, die im Zuge des kleinen Grenzverkehrs immer vor Mitternacht zurück fahren musste. „Umso schöner war es, als die Mauer fiel.“ Adler lebte damals in Köln.

Programme entbürokratisieren

Im Gespräch mit Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) war außer dem FachwerkFünfeck auch die Städtebauförderung ein Thema. Nolte äußerte seinen Wunsch, dass Städte wie Hann. Münden oder Duderstadt innerhalb ihrer Mauern oder Wälle komplett und nicht nur mit einzelnen Straßenzügen in das Förderprogramm aufgenommen werden sollten. „Das sehe ich ähnlich“, bestätigte Adler. Schon zu seiner Zeit sei über flexiblere Handhabungen nachgedacht worden. Auch sollten die Programme unbürokratischer gemacht werden. Denn es sei wichtig, die Dorf- und Stadtkerne wieder zu beleben. Dazu gehöre aber auch eine intelligente Verkehrspolitik.

Gunther Adler (l.) im Gespräch mit Wolfgang Nolte Quelle: Rüdiger Franke

Am 1. März begann Adler seine neue Aufgabe als einer von drei Geschäftsführern der neuen Autobahn GmbH des Bundes, zuständig für den Bereich Personal. Die Gesellschaft soll sich künftig anstelle der Länder um die Autobahnen kümmern. „15 000 Menschen müssen von den Ländern zum Bund überführt werden“, erläuterte Adler. Dazu müsse in Berlin die neue Firmenzentrale mit mehr als 400 Mitarbeitern aufgebaut werden. Auch dürfe der Bereich Ausbildung nicht vernachlässigt werden, „damit wir zwischendrin keinen Stopp haben“.

Wichtige Gespräche vor Ort

In Göttingen nahm der Geschäftsführer am Montag einen Termin in der Autobahnmeisterei wahr. „Wir hatten zwei Stunden ein gutes und spannendes Gespräch. Das Informationsbedürfnis ist enorm.“ Bei den dortigen 43 Mitarbeitern herrsche großes Interesse daran, was passiert. Stichtag zur Übergabe der Aufgaben an die Gesellschaft ist der 1. Januar 2021. Solche Gespräche vor Ort seien wichtig, um die Alltagssorgen der Mitarbeiter mitzunehmen. Deshalb sei er auch weit über den geplanten Zeitraum hinaus vor Ort geblieben. Im Gespräch sei es um Weiterentwicklungs-Chancen, die Zukunft des Standortes, Nachwuchsfragen aber auch um Überstundenregelungen und Bereitschaftsdienste im Winter gegangen.

Besuch in der Basilika St. Cyriakus Quelle: Rüdiger Franke

Der Standort Göttingen bleibe, erklärte Adler. Die Mitarbeiter müssten sich entscheiden, ob sie aus der Anstellung beim Land in die Gesellschaft wechseln. Wenn sie beim Land bleiben, werden sie der Autobahngesellschaft zur Verfügung gestellt. „Dann gelten vielleicht in einem Büro für die gleiche Arbeit zwei Tarifverträge.“ Er könne aber zusichern, dass die Altersvorsorge weiterlaufen würde, ebenso wie die Unkündbarkeit. Auch sei die Gesellschaft unveräußerlich im Besitz des Bundes.

Erstes Treffen am Römer in Frankfurt

„Ich habe Wolfgang Nolte beim nationalen Kongress für Stadtentwicklung im September 2018 in Frankfurt am Main kennengelernt“, erzählt Gunther Adler, damaliger Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Der Duderstädter Bürgermeister habe ihm ein Geschenk, unter anderem einen Eichsfelder Feldgiecker, mitgebracht. Doch das habe ihm eine seiner Mitarbeiterinnen abgenommen, weil er es nicht mit ins Flugzeug nehmen konnte. „Dann komme ich eben selbst vorbei und hole es ab“, habe er damals gesagt. Nolte hatte an dem Kongress teilgenommen als Vertreter des FachwerkFünfeck. Das Fünfeck war als eines von vier der insgesamt 120 Projekte für eine Präsentation ausgewählt worden. Der Bürgermeister hatte dann auch gleich die Einladung ausgesprochen. Adlers Interesse an einem Besuch in Duderstadt hänge auch damit zusammen, dass in der Stadt ein Familienwappen hängen solle. Er wisse aber nicht, ob im Rathaus oder in einer Kirche. Deshalb werde es nicht der letzte Besuch des Geschäftsführers Personal der neuen Autobahngesellschaft des Bundes gewesen sein.

Hinweis: Der Artikel ist korrigiert worden. Gunther Adler hat die Autobahnmeisterei in Göttingen besucht, nicht die Straßenmeisterei.

Von Rüdiger Franke

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