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Göttingen Gute Feuerwehr, aber zu wenig Wohnungen in Göttingen
Die Region Göttingen Gute Feuerwehr, aber zu wenig Wohnungen in Göttingen
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19:51 24.06.2015
Quelle: Hinzmann (Symbolfoto)
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Göttingen

Das zeigt eine weitgehend repräsentative Bürgerbefragung, deren Ergebnisse die Stadtverwaltung am Mittwoch vorgestellt hat. Der Fachbereich für Statistik und Wahlen hatte auf Wunsch des Rates 5634 Göttingern Fragebögen geschickt und danach gefragt, wie wichtig ihnen 23 ausgewählte Themen sind, die bei der jährlichen Haushaltsberatung der Politik eine Rolle spielen. Zugleich konnten sie angeben, wie zufrieden sie mit der jeweiligen Situation sind und in welchen Bereichen sie sich eventuell mehr einbringen würden.

Gefragt nach der Wichtigkeit rangiert neben öffentlicher Ordnung, Feuerwehr, Sauberkeit und Wohnungsbau auch die Wirtschaftsförderung ganz oben. Allerdings sind die Meisten mit der politischen Gewichtung dieses Punktes unzufrieden. Auch Klimaschutz, Jugendarbeit, öffentlicher Personennahverkehr  und Schulbauten gehören zu den wichtigen Themenfeldern, die aus Bürgersicht weniger gut dastehen. Unfrieden sind die Befragten auch mit der Straßenunterhaltung, Sportförderung, mit Integrations- und Seniorenangeboten. Allerdings stufen sie diese zugleich als unwichtig ein.

Anders sieht es (neben Feuerwehr, Abfallbeseitigung, Sicherheit und Ordnung) bei den kommunalen Aufgabenfeldern Naherholung und Naturschutz aus: Sie sind für viele wichtig und werden zugleich von Politik und Verwaltung ausreichend berücksichtigt. Dann gibt es noch die Aufgabenfelder mit überdurchschnittlicher Zufriedenheit, die aber unterdurchschnittlich wichtig sind. Dazu gehören Radverkehr, Förderung des Fußverkehrs, Sportanlagen, Spielplätze, Kulturförderung und kommunale Bildungseinrichtungen.   

Die Teilnehmer der Befragung wurden aus allen  wahlberechtigten Bürgern ab 16 Jahren gezogen. 2206 von 5634 haben geantwortet. Das sei eine beachtliche Rücklaufquote von 39,2 Prozent, sagte der Leiter der Statistikabteilung, Erik Feßler. Dabei sind Frauen leicht in der Überzahl. Überrepräsentiert sind mit 29 Prozent auch Senioren ab 65 Jahren. Eine leichte Schieflage, die sich teilweise in den Ergebnissen widerspiegele, so Feßler. Ein beachtliches Detailergebnis aus der Teilnehmerstatistik: 0,3 Prozent gaben als Geschlecht „anders“ an.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) wertete die Befragungsergebnisse als eine wichtige und gute Basis für die künftigen Haushaltsberatungen: „Wir sind damit dicht am Bürger und wissen, wo seine Schwerpunkte sind. Das hilft bei unseren Einschätzungen.“ Die Ergebnisse werden kommenden Monat im Finanzausschuss diskutiert. Im Herbst sollen sie in die Etatberatungen einfließen.