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Göttingen Gutes Auge und viel Geduld
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18:04 24.08.2009
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Emsig schrubben die Zivildienstleistenden der Stadtarchäologie im so genannten Scherbenwaschraum an Keramikscherben, Tierknochen, Feuer- und Sandsteinen und weiterem Fundmaterial. Jeder Fund aus der Kurzen Straße wird in die Stadtarchäologie in der Roten Straße 34 gebracht, fein säuberlich mit einer Zahnbürste in einem Wasserbecken von Erde befreit und zum Trocknen auf einen Rost gelegt. Vorsichtig gehen die Mitarbeiter mit Feuersteinklingen und Glas um: Die Kanten sind noch heute messerscharf. Besondere Sorgfalt ist auch bei den Jahrtausende alten Scherben und brüchigen Knochen angesagt. „Die gehen leicht zu Bruch“, sagt Stadtarchäologin Betty Arndt. „Funde, die sich im Wasser leicht auflösen oder zerstört werden können, wie Kohle, Brandlehm oder Metalle müssen wir gesondert behandeln.“

Bevor die Tüten voller Funde bearbeitet werden, bekommen sie noch auf der Grabung einen Zettel angeheftet, der den Ort angibt: Alle Funde müssen jederzeit ihrer Fundstelle und den Bodenschichten, in denen sie entdeckt worden sind, zugeordnet werden können. Eine Auswertung wäre sonst unmöglich.

Ein Zivildienstleistender steht in der Stadtarchäologie an einem Waschbecken und „schlämmt“ Bodenproben: Um Kleinstfunde wie zum Beispiel verkohlte Samenkörner nicht zu übersehen, wird während der Grabung Erdreich entnommen und in der Roten Straße 34 mit Wasser durch ein Siebsystem gespült. Mit Lupe und Pinzette durchsuchen Mitarbeiter die übrig gebliebenen Häufchen. „Dazu braucht man ein gutes Auge“, erklärt Arndt. Und viel Geduld.

Genauigkeit ist wichtig

Mit den Keramikscherben geht es dann ab zum Zusammensetzen. Mit einem speziellen Kleber werden möglichst viele Teile eines Gefäßes wieder zusammengesetzt. „Das ist wie ein dreidimensionales Puzzle“, meint die Stadtarchäologin. Ganze Gefäße zu rekonstruieren, sei aber selten möglich. Viele Funde würden dann noch für Publikationen von Hand gezeichnet. „Eine Zeichnung kann, im Gegensatz zu einem Foto, die wichtigen Merkmale des Fundes betonen und hervorheben.“ Bei Keramikscherben seien besonders die Randbereiche von Gefäßen von Interesse, „die sind für die Datierung wichtig“: Formen und Verzierungen sind Anhaltspunkte für die Archäologen. Anschließend werden alle Funde mit Kennzeichnung ihres genauen Fundortes sicher in spezielle Kartons gepackt. So können sie jederzeit von Experten weiter bearbeitet werden. Oft fließen die Ergebnisse der Arbeiten in Ausstellungen des städtischen Museums ein.

Von Robin Dyck

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