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Göttingen HG-Schüler proben selbst konzipiertes Stück
Die Region Göttingen HG-Schüler proben selbst konzipiertes Stück
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11:00 13.12.2017
Schüler des Hainberg-Gymnasiums proben ihr selbst konzipiertes Stück „Eine andere Welt“, das sich in unterschiedlichen Szenen mit dem Thema Menschen- und Kinderrechte auseinandersetzt. Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Dienstagnachmittag, Aula des HG. Ein aufgeregtes Stimmengewirr hallt durch den großen Raum, noch brennt das Scheinwerferlicht nicht. Die Schüler der Unesco-Projektklasse, allesamt Siebtklässler, wollen heute wieder in Kleingruppen Szenen ihres selbst konzipierten Stücks „Eine andere Welt“ proben, mit dem sie im kommenden Frühjahr an dem Theaterwettbewerb „Eine Bühne für eure Rechte“ teilnehmen wollen. An dem Wettbewerb, den das Institut für angewandte Kulturforschung (Ifak) und das Junge Theater (JT) ausgerufen haben, nehmen insgesamt zehn Klassen aus dem gesamten Landkreis Göttingen teil, erklärt Theaterpädagogin Kathrin Müller-Grüß vom JT. Sie ist heute ins HG gekommen, um sich mit den Schülern auszutauschen, ihre Fortschritte anzusehen und bei Bedarf Hilfestellungen zu geben. Diese Möglichkeit der Beratung stehe selbstverständlich allen Wettbewerbsteilnehmern zur Verfügung, so Müller-Grüß. Jeden Dienstag seien die Schüler in so genannten „Unesco-Stunden“ involviert, erklären die Lehrer Kerstin Klein und Achim Kedingt. Als sie von dem Theaterwettbewerb zum Thema Kinder- und Menschenrechte erfuhren, habe man schnell entschieden, mit einem szenischen Beitrag teilzunehmen.

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Zunächst spielen alle Kleingruppen ihre Szenen hintereinander weg. Thematisch wird es ernst, geht es doch um die Rechte von Kindern – überall auf der Welt. Körperliche und seelische Gewalt, Kriegserfahrungen und mangelnde Bildung werden ebenso thematisiert wie der Tod der Eltern, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder Armut. Im Anschluss diskutieren die Schüler mit Müller-Grüß und Klein über das Schauspiel. Denn auch wenn die Szenen für das Theaterstück stehen – es ist noch viel zu tun. So seien vor allem noch Fragen in Bezug auf das Bühnenbild offen, so Klein. Lieber interaktiv, oder doch statisch? Auf jeden Fall soll es nicht zu überfrachtet sein, sind sich alle einig. Müller-Grüß zeigt sich erfreut über die Fortschritte der Schüler. „Ich war echt baff, wie gut ihr schon gesprochen habt und wie viele Kinderrechte ihr unterbringen konntet “, sagt die Theaterpädagogin.

Schüler des Hainberg-Gymnasiums proben ihr selbst konzipiertes Stück „Eine andere Welt“

Vor 25 Jahren ratifizierte Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention. Kinderrechten eine Bühne zu geben und so dem Thema mehr Öffentlichkeit zu verschaffen, ist das Anliegen des Projektes „Eine Bühne für eure Rechte“, das im Juni dieses Jahres startete. Die Aufgabe ist es, innerhalb von sechs Monaten ein kleines Theaterstück zum Thema Kinder- und Menschenrechte zu erarbeiten und eine Videoaufzeichnung davon einzusenden. Jede teilnehmende Gruppe erhält hierfür 200 Euro Materialkosten. Alle eingesendeten Videos werden von einer Jury gesichtet. Vier Gruppen qualifizieren sich dann für das Finale am 11. März 2018, das im JT stattfinden soll. Die zwei bestplatzierten Gruppen können sich auf eine viertägige Fahrt nach Berlin freuen, wo sie zivilgesellschaftliche Organisationen und staatliche Stellen aus dem Entwicklung- und Menschenrechtsbereich kennenlernen können. Die Dritt- und Viertplatzierten erhalten einen Theaterworkshop beziehungsweise Karten fürs JT.

Von Maren Iben

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