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Göttingen HG-Schüler sammeln Schlafsäcke für Obdachlose
Die Region Göttingen HG-Schüler sammeln Schlafsäcke für Obdachlose
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16:12 21.12.2017
Schüler vom Hainberg-Gymnasium in Göttingen sammeln und spenden Schlafsäcke für Obdachlose in der St.-Michael-Gemeinde. Quelle: r
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Göttingen

„Das Problem ist ja, dass uns gar nicht bewusst ist, was es heißt wirklich zu frieren“, sagt Schülerin Lilly von Eynatten. Es war eine sehr kurzfristige Aktion, die aber einen großen Zuspruch gefunden habe, erzählt Anne Weiß, Klassenlehrerin und Unesco-Koordinatorin der Schule. Das HG ist eine Unesco Projektschule, die sich für Menschen einsetzt und regelmäßig einen Beitrag zu Unesco Themen leistet. Der Unesco-Kurs entscheidet mit der Schule gemeinsam und meist spontan, wo derzeit Unterstützung fehlt und wo man helfen kann. Wegen der kalten Jahreszeit sei der Bedarf an Schlafsäcken, Mützen und weiterer Kleidung besonders groß und viele Obdachlose würden besonders Hilfe benötigen. „Wir haben tolle Outdoor-Schlafsäcke, nur weil wir vielleicht im Sommer mal in Schweden oder so draußen schlafen. Was das für die Menschen auf der Straße jetzt hier in unserer Stadt bedeutet, kann ich mir gar nicht richtig vorstellen – man macht dann einen Perspektivwechsel“, führt Eynatten fort.

„Wir haben in allen Jahrgangsstufen unserer Schule gesammelt und mehrere Säcke mit Mützen, Handschuhen, Schals und 22 Schlafsäcke zusammen bekommen“, freut sich Weiß. Das Projekt wurde durch den Lehrer Clemens Rittstieg in die Wege geleitet, der den Kontakt zur St. Micheal-Gemeinde geschaffen hat. Die gesammelten Spenden wurden in der Schule im Vorraum der Aula gesammelt und am Freitag werden alle Spenden bei der Gemeinde abgeben. „Die Aktion geht vom Göttinger Mittagstisch aus, da schon viele Obdachlose – die zum Göttinger Mittagstisch kommen – nach Schlafsäcken, warmen Jacken und Ähnlichem gefragt haben“, erzählt Weiß. In der Kleiderkammer vom Göttinger Mittagstisch gebe es jedoch nur wenig davon, insofern komme diese Aktion der Schüler gerade richtig, ergänzt Anna Werner-Parker, Ansprechpartnerin beim Göttinger Mittagstisch.

Für Obdachlosigkeit sensibilisieren

„Die Schüler haben Plakate entworfen und mit einem sehr großen Problembewusstsein diskutiert, wie sie diese gestalten und beschriften“, berichtet Weiß. Es sei ihnen wichtig gewesen, zu betonen, dass die gemeinsame Aktion zwar auf das Problem aufmerksam machen und die Spender für die Situation der Obdachlosen sensibilisieren soll, aber man die Not nicht mit einem solchen Aufruf beseitigen könne, verdeutlicht die Klassenlehrerin. „Und wenn wir nur zehn Schlafsäcke weitergeben können, ist das auch schon etwas. In den Köpfen unserer Eltern, unserer Lehrer und der Schüler wird sich ja in jedem Fall etwas bewegen. Die beschäftigen sich jetzt mit dem Thema und kommen zum Nachdenken“, schildert Schülerin Karlotta Nesemann.

Von Fionn Klawunn

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