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Göttingen Hainberg-Gymnasium kooperiert mit Göttinger Werkstätten
Die Region Göttingen Hainberg-Gymnasium kooperiert mit Göttinger Werkstätten
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15:00 17.06.2019
Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: (v.l.) Schulleiter Georg Bartelt, Göttinger-Werkstätten-Geschäftsführer Holger Gerken, Bildungskoordinatorin Stefanie Wegener und Stadträtin Maria Schmidt. Quelle: mic
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Göttingen

„Für Toleranz und Weltoffenheit tritt das Hainberg-Gymnasium ein, das seit 1993 Unesco-Schule ist“, sagte Schulleiter Georg Bartelt während der Feierstunde in der Schulmensa. Im Vergleich mit anderen Gymnasien der Stadt hätten sie überdurchschnittlich viele Inklusionskinder. Da sei es „verwunderlich, bis verwerflich“, dass seine Schule erst jetzt die Zusammenarbeit mit den Göttinger Werkstätten suche.

Ehemalige Schülerin ergriff die Initiative

Die Initiative hatte im vergangenen Jahr eine ehemalige Schülerin des Gymnasiums, Mira Krüger, ergriffen. Sie ist heute stellvertretende Personalleiterin bei den Werkstätten. „Das erste Treffen gab es im August vergangenen Jahres“, berichtete Catherine Hauthal, die am Gymnasium die Jahrgänge 7/8/9 koordiniert. Sie hätten ein Konzept erarbeitet, das im November die Zustimmung des Schulvorstands gefunden habe. Ihm gehörten Vertreter von Lehrern, Schülern und Eltern an.

Die Partnerschaft sieht vor, dass die Schüler im Berufsorientierungs- und im Wahlpflicht-Unterricht die unterschiedlichen Ausbildungsberufe kennenlernen, die die Werkstätten im kaufmännischen und im pädagogischen Bereich anbieten. Außerdem lässt sich dort der Praxisteil des dualen Studiums Soziale Arbeit absolvieren.

Schüler besuchen die einzelnen Unternehmensbereiche, Werkstatt und berufliche Bildung, Verwaltung und Wohnen. In den Wohnanlagen der Werkstätten leben mehr als 300 Behinderte. Personalleiterin Marion Laudenbach kündigte Bewerbungstrainings im Gymnasium an. Es werde über Bewerbungsmappen gesprochen. Rollenspiele und simulierte Vorstellungsgespräche seien geplant.

Hilfe bei Seminarfacharbeiten

Unterstützen wollen die Werkstätten die Seminarfacharbeiten. Schüler arbeiten zu praxisrelevanten Fragestellungen wissenschaftlich. Mögliche Themen: Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, Paradigmenwechsel in der Behindertenarbeit, Autismus und Demenz oder Inklusion. Auch eine Fortbildung für Lehrer des Gymnasiums zu Inklusion wollen die Werkstätten anbieten.

„Wir möchten mit jungen Menschen ins Gespräch kommen“, begründete Jan Thielke, der Prokurist der Werkstätten, das Interesse seines Unternehmens an der Zusammenarbeit. Sie hofften, einige Schüler als Auszubildende oder Studierende zu gewinnen. Eine Schulpartnerschaft pflegten sie seit 2016 bereits mit dem Göttinger Max-Planck-Gymnasium.

Partnerschaft mit Sycor

Auch das Hainberg-Gymnasium pflegt bereits eine Partnerschaft mit einem Unternehmen – der Göttinger Sycor. „Dort geht es unter anderem um Software zur Unternehmenssteuerung, Datenbanken, Netzwerke oder Social Media“, berichtete Schulleiter Bartelt.

Koordiniert werden die Schul-Betrieb-Partnerschaften in Stadt und Landkreis Göttingen sowie im Landkreis Northeim von der Bildungsregion Südniedersachsen. „Insgesamt beteiligen sich 45 Schulen und mehr als 60 Unternehmen an der Initiative, die es seit 2009 gibt, berichtete Bildungskoordinatorin Stefanie Wegener.

Von Michael Caspar

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