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Göttingen Hann. Münden fordert Hochwasserkonto
Die Region Göttingen Hann. Münden fordert Hochwasserkonto
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17:37 23.08.2010
Neu festgesetztes Überschwemmungsgebiet: Stadtteil Blume in Hann. Münden.
Neu festgesetztes Überschwemmungsgebiet: Stadtteil Blume in Hann. Münden. Quelle: Hinzmann
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Bereits heute griffen besondere Verbote und Genehmigungsvorbehalte nach dem Wasserhaushaltsgesetz des Bundes und dem Niedersächsischen Wassergesetz. Nach diesen Vorgaben seien Überschwemmungsgebiete, und dazu gehörten in Münden große Teile der Altstadt, grundsätzlich freizuhalten.

Was das im konkreten Fall bedeutet, erläuterte Pflum an einem aktuellen Fall. Ein Bürger wolle im Stadtteil Blume bauen. Da die Fläche im neu festgesetzten Überschwemmungsgebiet liege, habe er beim Landkreis eine wasserrechtliche Genehmigung eingeholt. Das habe drei Monate gedauert und fast 700 Euro gekostet. Zum Vergleich: Für die Baugenehmigung habe er weniger als 500 Euro zahlen müssen. Der Landkreis habe dem Vorhaben zugestimmt, der Bauherr müsse aber das, was durch das Gebäude an Stauraum verloren gehe, anderweitig wieder ersetzen.

„Der Bürger muss nun auf der gesamten Grundstücksfläche den Erdboden um 15 Zentimeter abtragen“, sagte Pflum. Die Kosten dafür und für die Entsorgung des Erdreichs trage der Bauherr. Das Problem: Da Wasser immer zum tiefsten Punkt fließe, werde das ausgeschachtete Grundstück im Falle einer Überschwemmung als erstes zulaufen. Da es keinen natürlichen Ablauf gebe, werde es wohl leergepumpt werden müssen.

Um solche Vorgaben zu vermeiden, regt Stadtplaner Pflum die Schaffung eine Hochwasserkontos an. Auf diesem Konto sollen alle Maßnahmen, die Einfluss auf den Stauraum des Gebiets haben, verrechnet werden.

mic

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