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Göttingen Hardegser Orte sollen sich positiv entwickeln
Die Region Göttingen Hardegser Orte sollen sich positiv entwickeln
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15:50 21.11.2017
Die Pfarrkirche in Trögen. Quelle: Christina Hinzmann
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Hardegsen

Die Mehrheitsgruppe aus SPD und CDU im Stadtrat Hardegsen hat einen Antrag eingebracht, dass es in den Orten Ertinghausen, Trögen, Üssinghausen und Espol Einwohnerversammlungen geben soll. In diesen sollen die Einwohner ihre Wünsche für die kommenden Jahre vorstellen.

Hintergrund des Antrages ist nach Angaben von Ratsmitglied Tobias Kreitz (CDU), dass es in den Orten in den vergangenen Jahren bereits einen Verlust an Infrastruktur gegeben habe. „Hierzu zählt unter anderem der Wegfall gastronomischer Angebote, die Schließung von Pfarrämtern und im Fall von Ertinghausen auch der Wegfall des öffentlichen Nahverkehrs“, sagte Kreitz.

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Der Antrag, der in Ausschüssen weiter besprochen wird, sieht vor, dass für die Moderation der Einwohnerversammlungen sowie deren Vor- und Nachbereitung ein externes Büro zuständig sein soll. Die Gruppenmitglieder gehen davon aus, dass hierfür etwa 3000 Euro in den Haushalt eingestellt werden müssen. „Uns ist der Dialog mit den Einwohnern wichtig, denn wir Politiker können viel diskutieren, wissen dabei aber nicht, ob unsere Gedanken zu den Vorstellungen in den einzelnen Orten passen“, sagte Kreitz.

Die Einwohnerversammlungen soll es für die vier Orte geben, da sie laut Kreitz die einzigen im Stadtgebiet Hardegsen sind, die noch nicht in ein Programm zur Dorfentwicklung eingebunden sind. „Wir denken, dass alle Orte im Stadtgebiet bei der Entwicklung in den kommenden Jahren betrachtet werden sollen“, sagte Kreitz. Denn bei der Entscheidung junger Menschen für einen Wohnort spielten mehrere Faktoren eine Rolle. Dazu zählten zum Beispiel die Verkehrslage, der Handyempfang und die Internetversorgung.

Die erste Beratung über den Antrag erfolgt im Ausschuss „Hardegsen 2030“ am Donnerstag, 23. November. Im Dezember haben die Ortsräte sowie der Ortsbeauftragte von Ertinghausen die Gelegenheit, sich zu dem Antrag zu äußern. „Doch selbst wenn auf politischer Ebene der Antrag angenommen wird, wovon wir als Mehrheitsfraktion ausgehen, bleibt immer noch die Frage, ob die Bürger ein Interesse an einer Einwohnerversammlung haben“, erklärte Kreitz. Ohne die Beteiligung der Einwohner sei die Idee der Entwicklung eines Konzeptes für die Weiterentwicklung der Orte kaum umsetzbar. „Sollten sich an den Versammlungen viele Einwohner mit Ideen einbringen, ist davon auszugehen, dass diese Vorschläge beim Rat auch mehr Gehör finden“, sagte Kreitz. Da es bei ähnlichen Veranstaltungen in anderen Kommunen aber eine hohe Beteiligung gegeben habe, gehe er davon aus, dass dies auch in Ertinghausen, Trögen, Üssinghausen und Espol der Fall sei.

Die Ergebnisse der möglichen Einwohnerversammlungen sollen laut Antrag der SPD/CDU-Gruppe anschließend im Ausschuss „Hardegsen 2030“ präsentiert werden. Die Mitglieder des Ausschusses befassen sich mit Themen, die zum einen die Zukunft der Stadt Hardegsen betreffen und zum anderen als Ausschuss übergreifend anzusehen sind. „Aus den Ergebnissen sollten nicht nur konkrete Anforderungen an den Rat, den Landkreis und das Land gestellt werden, sondern es solle sich daraus auch eine positive Entwicklung für die vier Ortschaften ergeben.

Von Vera Wölk

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