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Göttingen Hasel- und Erlenpollen fliegen schon
Die Region Göttingen Hasel- und Erlenpollen fliegen schon
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06:00 18.02.2019
Haselnusspollen lassen Allergiker zum Taschentuch greifen. Quelle: dpa
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Göttingen

Auf der Pollenflugkarte des Deutsche Wetterdienstes sind Niedersachsen und Teile Nordrhein-Westfalens bereits hellrot hinterlegt. Das bedeutet: Die Belastungsintensität mit Haselpollen ist an diesem Wochenende bereits mittel bis hoch. Für Erle sind in der Mitte Deutschlands immerhin leichte bis mittlere Belastungen ausgewiesen. Auch die Pollenfalle des Weender Krankenhauses hat bereits Pollen aufgefangen, wie Sprecherin Andrea Issendorf bestätigt. Auf dem Dach des Außenstandorts in Lenglern steht eine von bundesweit 45 Pollenfallen.

Aktivität ab 5 Grad Celsius

Dabei gibt es für die Pflanzen feste Temperaturen, bei denen sie aktiv werden. Während Haselpollen bereits ab fünf Grad Celsius stäuben, liegt der Grenzwert für Erle bei etwa acht Grad. Beide Werte wurden in Göttingen und Umgebung in den vergangenen Tagen deutlich übersprungen. Und es scheint auch in den kommenden Tagen bei zweistelligen Maximaltemperaturen zu bleiben.

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Wer auf die beiden Frühblüher reagiert, der sollte also vorsorglich Taschentücher einstecken. Die Hauptblüte hat zwar noch nicht begonnen, die jetzt gemessenen Konzentrationen können aber bereits zu Beschwerden führen. Als nächstes müssen sich Pollenallergiker, und das sind mittlerweile mehr als 15 Prozent der Menschen in Deutschland, auf Esche und Birke einstellen, diese Bäume blühen im März und April.

Tipps von Experten

Die Experten des Deutscher Allergie- und Asthmabunds (DAAB) haben einige Tipps zusammengestellt, welche Gegenmaßnahmen zu Beginn der Saison ergreifen können.

– Engmaschige Pollenschutzgitter an den Fenstern halten den größten Teil der Pollen zurück. Durch den geringeren Austausch der Luft muss länger gelüftet werden.

– An Kleidung sammeln sich Pollen und werden so in die Innenräume transportiert. Mediziner empfehlen: Nicht im Schlafzimmer ausziehen, die Kleidung kurz waschen und nicht im Freien trocknen.

– Teppiche und Polstermöbel sollten regelmäßig abgesaugt , glatte Böden regelmäßig feucht gewischt werden.

– Wer unter Beschwerden leidet, sollte Sport im Freien reduzieren oder ganz vermeiden. Beim Sport wird der erhöhte Sauerstoffbedarf durch Mundatmung gedeckt, was die Atemwege reizt und zu stärkeren Reaktionen führt. Regen kann die Luftbelastung verringern, Gewittern hingegen drückt die Pollen in Bodennähe und allergene Partikel werden zusätzlich aus den Pollen herausgeschlagen.

– Sonnenbrillen, die um die Augen möglichst dicht abschließen, schützen die Augen vor Licht und Pollen.

– Allergiker sollte auf Rauchen verzichten und passives Mitrauchen möglichst vermeiden. Die ständige Reizung der Atemwege machen die Schleimhäute noch angreifbarer.

– Wer vor dem Schlafengehen die Haare wäscht, kann vermeiden, dass Pollen aufs Kopfkissen geraten.

– Grundsätzlich hilft das Atmen durch die Nase. Die feinen Flimmerhärchen filtern einen Teil der Pollen aus der Luft. Mit einer Nasendusche können diese anschließend wieder aus der Nase gespült werden. Nasensalben, -gele oder -puder sollten nach Meinung der Experten vermieden werden, da sie die natürliche Filterfunktion behindern.

– Flucht vor den Pollen: Um den Leidensdruck zu verringern, sollten Allergiker in der Hauptpollensaison ihre Freizeit oder Urlaub in Regionen verbringen, in denen die Belastung geringer ist. Der Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes bietet eine detaillierte Zweitagesvorhersage.

– Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, sollte dieses mit einem Pollenfilter ausrüsten. Da diese sich aber mit der Zeit zusetzen, müssen diese Filter regelmäßig ausgetauscht werden.

Von Markus Scharf

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