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Göttingen Mehr als 1,3 Millionen Euro veruntreut?
Die Region Göttingen Mehr als 1,3 Millionen Euro veruntreut?
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00:29 25.03.2018
. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Weil er mehr als 1,3 Millionen Euro veruntreut haben soll, muss sich ab Mitte April ein früherer Nachlasspfleger vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Göttingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat den 48-jährigen Geschäftsmann aus Göttingen wegen gewerbsmäßiger Untreue in 167 Fällen angeklagt. Sie wirft ihm vor, zwischen August 2011 und Januar 2015 als gerichtlich bestellter Nachlasspfleger wiederholt erhebliche Beträge aus der Erbmasse von zehn Verstorbenen für sich abgezweigt und verwendet zu haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der 48-Jährige Geschäftsführer einer GmbH, die laut eigener Darstellung mit der Begleitung von Insolvenzverfahren, Zwangsverwaltungen und Pflegschaften aller Art befasst war. Der Angeklagte sei von diversen Amtsgerichten in einer Vielzahl von Nachlassverfahren als Nachlasspfleger bestellt worden. Amtsgerichte setzen immer dann einen Nachlasspfleger ein, wenn unklar ist, ob und welche Erben ein Verstorbener hat. Der Nachlasspfleger ist dann der gesetzliche Vertreter der unbekannten Erben. Er hat die Aufgabe, die Erben zu ermitteln und die Nachlassangelegenheit abzuwickeln.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-Jährigen vor, nur einen Teil der Erbmasse an die berechtigten Erben ausgekehrt zu haben und erhebliche Anteile für sich verwendet zu haben. Dazu habe er die zuvor eingerichteten Treuhandkonten für die einzelnen Nachlässe aufgelöst und das Geld auf ein allgemeines Fremdgeldverwahrkonto bei einer Bank transferiert. Später habe er dann von diesem Sammelkonto private Umbuchungen und Barabhebungen vorgenommen. Insgesamt soll er 1,3 Millionen Euro für sich verwendet haben.

Der 48-Jährige hatte sich vor drei Jahren selbst angezeigt. Als Tatmotiv gab er gegenüber den Ermittlern an, dass er mit dem veruntreuten Geld seine Spielsucht finanziert habe. Nach Bekanntwerden des Falls war er von allen Aufgaben entpflichtet worden. Die betroffenen Amtsgerichte überprüften zudem sämtliche Nachlassverfahren, die der 48-Jährige in den Vorjahren betreut hatte.

Von Heidi Niemann

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