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Göttingen Heimbewohner wegen sexueller Nötigung verurteilt
Die Region Göttingen Heimbewohner wegen sexueller Nötigung verurteilt
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17:00 11.01.2019
Symbolbild Quelle: dpa
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Göttingen

Das Landgericht Göttingen hat am Freitag einen 68-jährigen Mann aus Friedland (Kreis Göttingen) wegen sexueller Nötigung zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, die Bewährungszeit erstreckt sich über fünf Jahre. Die Kammer erteilte dem unter unbefristeter Führungsaufsicht stehenden Angeklagten die Weisung, weiterhin in einem Heim in Friedland wohnhaft zu bleiben.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im April 2017 eine Mitbewohnerin in dem Pflegeheim, mit der er sich bereits seit Jahren regelmäßig zum gemeinsamen Fernsehen traf, sexuell genötigt hatte. Als die Frau zu ihm ins Zimmer kam, habe es zunächst einen Begrüßungskuss gegeben. Dies sei nicht unüblich gewesen. Die Frau sei dann zwischendrin auf ihre Station gegangen, um ihre Medikamenten zu nehmen. Nachdem sie zurückkehrt war, habe er sie gegen ihren Willen erneut geküsst, ins Bad gezerrt und sie dort sexuell bedrängt. Erst als sie um Hilfe schrie, habe er die Tür freigegeben.

Die Kammer wertete es als strafmildernd, dass der Angeklagte die Tat weitgehend eingeräumt hatte. Die Richter berücksichtigten außerdem, dass der 68-Jährige an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Die Tat sei insgesamt im „unteren Bereich“ anzusiedeln und als minder schwerer Fall zu werten, sagte der Vorsitzende Richter Tobias Jakubetz. Allerdings sei der Angeklagte auch schon früher durch Sexualdelikte aufgefallen. Damals seien kleine Jungen betroffen gewesen. Die Taten lägen zwar mehr als zwei Jahrzehnte zurück und seien anders gelagert als der jüngste Fall. Es gebe aber eine Parallele: „Diesmal waren es keine Kinder, aber eine schwache Person.“ Nach Ansicht des Gerichts ist es das Beste, wenn der Angeklagte weiter in dem Heim bleibt, wo er in festen Strukturen lebt.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, die auf eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten plädierte, befürwortete ebenfalls eine entsprechende Weisung. Der Angeklagte und die betroffene Mitbewohnerin gingen sich inzwischen aus dem Weg, so dass es seit der Tat keine weiteren Probleme mehr gegeben habe. Auch der Verteidiger sprach sich dafür aus, dem Angeklagten die Weisung zu erteilen, weiter in dem Heim wohnen zu bleiben.

Von Heidi Niemann

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