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Göttingen Hells Angels und Neonazis: Lage in Güntersen Thema im Landtag
Die Region Göttingen Hells Angels und Neonazis: Lage in Güntersen Thema im Landtag
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01:04 28.09.2014
Von Jörn Barke
Die Aktivitäten von Hells Angels und Neonazis in Güntersen beschäftigen den Niedersächsischen Landtag. Quelle: Heller
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Güntersen/Hannover

Die Grünen-Politiker Meta Janssen-Kucz und Helge Limburg wollen wissen, ob sich Hells-Angels-Strukturen in Südniedersachsen verfestigen und was die Landesregierung tun will, um Bürger zu schützen. Im Vorfeld der Sitzung habe Rocker Politiker und Journalisten auf Facebook beschimpft.

Auf der Facebook-Seite der United Motorcycle Clubs beklagen Rocker eine „mediale Volksverhetzung“. Auf der gleichen Seite hatten Rocker schon Güntersen als „Nazikaff“ bezeichnet, weil Einwohner sich gegen die bundesweiten Treffen der Hells Angels im Dorf gewehrt hatten. Die Polizei rechnet den Motorrad-Club der organisierten Kriminalität zu.

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Im Vorfeld der Landtagssitzung gab es weitere Beschimpfungen. Rocker lassen sich über „Schmierfinken“ sowie „kriminelle“ und „nichts taugende Politiker“ aus. In Politik und Medien seien „Lügner, Heuchler und Spinner“ aktiv. „Diese Schreiberlinge sind gefährlich, weil sie wissen was sie tun“, schreibt ein Nutzer. Die Seite wird nach eigenen Angaben von Szene-Angehörigen mit unterschiedlichen Sympathien im Hinblick auf Motorradclubs betrieben.

Die Kommentatoren zeigen sich martialisch. Einer sagt über sich: „Vergeben und vergessen ist nicht so mein Ding. Ich bin eher so der Typ für vergraben und verwesen.“ Dazu gibt es Fotos mit Knarren, Horror-Gestalten, Vermummungen und „Gangwear Clothing“.

Auf eine Tageblatt-Anfrage per Mail an das Hells-Angels-Charter Göttingen meldet sich per Telefon Pressesprecher Django aus Norddeutschland. Er bestreitet, dass Hells Angels in organisierte Kriminalität verstrick seien. Politik, Presse und Polizei verstießen dagegen bei der Verfolgung der Hells Angels fortlaufend gegen Menschenrechte und das Antidiskriminierungsgesetz.