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Göttingen Herbstzeit ist Kürbiszeit
Die Region Göttingen Herbstzeit ist Kürbiszeit
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20:06 25.09.2013
Kürbiszeit auf dem Göttinger Wochenmarkt. Quelle: Heller
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Göttingen

Es gibt 100 verschiedene Gattungen und 850 Arten – vom Riesen mit einem Gewicht von mehreren hundert Kilogramm bis zum Winzling von der Größe einer Mandarine. Der Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Nun ist Erntezeit, und das Herbstgemüse kommt frisch vom Markt auf den Tisch.

Auch in Göttingen und der Region ist die Kürbisernte bereits in vollem Gange. In Supermärkten oder direkt in Hofläden werden sie verkauft. Den Ertrag der diesjährigen Ernte sieht Gärtnermeister Stefan Manegold aber skeptisch.

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„Da es bereits beim Pflanzen zu nass war, ist ein Teil des Saatgutes verfault“, sagt der Inhaber vom Gemüsebau Manegold in Seulingen. Auf 7 500 Quadratmetern – was ungefähr der Fläche eines Fußballfeldes entspricht – wachsen bei ihm etwa 15 Sorten heran.

Unter den hohen Temperaturen in diesem Sommer hätten die Pflanzen hingegen nicht leiden müssen. „Kürbis liebt Wärme“, sagt der Fachmann. Und Manegold räumt mit einem alten Vorurteil auf: Kürbisse wachsen nicht von allein. „Um Kürbisse muss man sich kümmern, die brauchen Pflege“, betont er.

Die Redaktion sucht die eindruckvollsten Gemüsebilder. Schicken Sie Fotos ihrer größten Kürbisse und dicksten Zucchini per E-Mail an online@goettinger-tageblatt.de.

Wässern und Unkraut jäten seien wichtig. Die Ernte sei in diesem Jahr allerdings schlechter als sonst. „Durch die starke Regenperiode geht das letzte Viertel der Ernte verloren“. Die Früchte seien noch nicht ganz reif und verfaulten nun wegen der starken Nässe.

Trotzdem freut sich Manegold über das gewachsene Interesse an seinen Produkten. „Vor allem der Rote Zentner wird wegen seines festen Fleisches nachgefragt“, sagt er.

Denn das faserige Innere der Gewächse taugt für weit mehr als Omas Mixed Pickles – und auch aus dem zarteren Fleisch seiner Verwandten kann kulinarisch so einiges herausgeholt werden. Zum Beispiel als Salat oder Marmelade. Diese und weitere Kreationen präsentieren die Schüler der Berufsbildenden Schulen am Ritterplan noch bis zum Donnerstag am Wilhelmsplatz.

„Wir haben uns die Gerichte überlegt und das Kürbisfest organisiert“, sagt Gastronomieschülerin Sarah Zabel. Mit dem Kürbisfest unterstützen wir seit vielen Jahren die Göttinger Tafel“, erzählt Lehrer Michel Alusse. In diesem Jahr findet das Fest erstmals nicht auf dem Platz vor der Johanniskirche statt.

Die Gerichte der Schüler kommen an. „Lecker“ findet eine Gruppe Frauen die Suppe. „Mal was anderes“, kommentiert eine andere. „Das hat nichts mehr mit Omas eingelegtem Gelben Zentner zu tun“, sagt ein Gast und geht für einen Nachschlag zum Stand.

Von Nina Winter

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