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Göttingen Markt der Berufe in Göttingen: Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz
Die Region Göttingen Markt der Berufe in Göttingen: Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz
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19:00 14.06.2019
Markt der Berufe 2019 in Göttingen: Dachdeckermeister Thomas Handt (l.) erklärt Pedros Giros seinen Beruf. Quelle: Brakemeier
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Göttingen

„Welchen Beruf soll ich lernen? Wo kann ich eine Ausbildung beginnen? Der Markt der Berufe gibt Antworten“, hatte Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt bei der Eröffnung des Marktes gesagt. Er richte sich in erster Linie an Menschen mit Migrationshintergrund und biete ihnen die Möglichkeit, das deutsche, duale Ausbildungssystem kennenzulernen. „Menschen mit zwei Kulturen sind eine Bereicherung“, sagte Broistedt. Sie ermöglichten einen anderen Blick auf die Dinge.

An 42 Ständen präsentierten sich 37 Unternehmen und fünf Beratungsstellen. Die Spanne reichte von Handwerksbetrieben über Pflegeberufe und Ausbildungen in der Gastronomie bis hinzu Berufen bei Polizei und Verwaltung. Es gab auf dem inzwischen sechsten Markt die Möglichkeit, sich für ein Bewerbungsfoto von Schülern der Fachbereichs Kosmetik der BBS Duderstadt stylen zu lassen. Das Foto ließ sich dann gleich vor Ort schießen. Außerdem gab es am Stand der Handwerkskammer einen kostenlosen Bewerbungsmappencheck.

Im Mittelpunkt stand aber für die Jugendlichen der Kontakt zu Ausbildern und Auszubildende in den verschiedenen Berufen, die an den Ständen ihrer Unternehmen für Gespräche bereitstanden. Pedros Giros interessierte sich für einen Handwerksberuf. Am Stand der Dachdeckerinnung stellte er sein Geschick unter Anleitung von Dachdeckermeister Thomas Handt unter Beweis. Seit 2016 ist der 19-jährige Giros in Deutschland. Er war aus Eritrea geflohen und macht im kommenden Jahr an der Göttinger BBS III seinen Hauptschulabschluss. Sein Freund Sadeer Kaeedi, mit dem er die Schulbank drückt, ist noch nicht entschieden. „Mal schauen, was es so alles gibt“, sagte der gebürtige Iraker.

„Handwerk hat goldenen Boden“

Dachdecker Handt berichtete stellvertretend für viele andere Branchen von der Schwierigkeit, gute Auszubildende einzustellen und auch zu halten. Nur noch wenige würden sich etwa für den körperlich anstrengenden Beruf des Dachdeckers interessieren und von den wenigen würden viele noch in der Ausbildung wieder abspringen. Dabei, so Handt, gelte mehr denn je: „Handwerk hat goldenen Boden.“ Ein Azubi verdiene im dritten schon rund 1000 Euro. Für Giros sind die Voraussetzungen gegeben: Ein Hauptschulabschluss würde für eine Lehre als Dachdecker reichen, sagt Handt.

Auch Veronika und Sanam nutzten den Markt, um sich zu informieren. Für Hotelfachfrau interessierte sich Sanam. Freundin Veronika schwankte zwischen Altenpflege, Verkäuferin im Einzelhandel oder auch Hotelfachfrau. Zunächst aber, so die beiden Frauen, wollen sie ihren Realschulabschluss machen.

„Weiter steigender Fachkräftemangel

Die Vielfalt an Berufen ist groß: „Aktuell gibt es 326 verschiedene betriebliche Berufsausbildungen“, hatte Klaus-Dieter Gläser, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Göttingen, vor dem Markt gesagt. „Die duale Ausbildung in Deutschland ist eine Besonderheit. Kein Wunder, dass viele Menschen, die aus anderen Ländern kommen und hier nun eine Heimat gefunden haben, unsicher sind, was es damit auf sich hat“, merkte er an. „Im Zuge des immer weiter steigenden Fachkräftemangels wird überdeutlich, welch hohen Stellenwert nach wie vor die Berufsausbildung genießt und wie wichtig die gut qualifizierten Fachkräfte in allen Branchen sind.“  

Projektpartner der Messe sind die Ditib-Gemeinde Göttingen, die Geschäftsstelle Göttingen der Industrie- und Handelskammer Hannover, die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, die Agentur für Arbeit Göttingen, die Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen, die Stadt und der Landkreis Göttingen sowie der Integrationsrat Göttingen.

Von Michael Brakemeier

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