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Göttingen Hilfe für Pädagogen,  Missbrauch zu vermeiden
Die Region Göttingen Hilfe für Pädagogen,  Missbrauch zu vermeiden
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19:28 15.07.2011
Von Jürgen Gückel
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Göttingen (ck). Für ganz Südniedersachsen, Nordhessen, Ostthüringen und auch den Raum Hannover bietet die langjährige Leiterin des Notrufs, Maren Kolshorn, künftig Fortbildungsveranstaltungen an. In den Göttinger Räumen soll Personal von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe über Strategien informiert werden, wie Missbrauch vermieden, erschwert und unterbunden werden kann.

Das Projekt der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (DGfPI) spricht zum Beispiel Leiter von Heimen an, die bei der Personalauswahl und -kontrolle mithelfen können, Pädophilen keine Chance zu geben. Ob in Heimen, Internaten, Werkstätten oder Pflegefamilien – überall, wo Kinder in Abhängigkeit leben, droht ihnen nach Erkenntnissen der jüngsten Studie Missbrauchsgefahr.

Finanziert wird die Fortbildungsinitiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit drei Millionen Euro. Mit 100 Euro je Fortbildungstag tragen die beratenden Einrichtungen einen Teil der Kosten.

Dennoch, so Kolshorn, sei es für den Göttinger Notruf ein finanzielles Risiko, denn für die eigentliche Arbeit des Fachzentrums für sexuelle und häusliche Gewalt musste eine weitere Mitarbeiterin angestellt und neue Räume für Beratung und Lehrgänge mussten hinzu gemietet werden.

In Imke Herlyn, die einst in Hannover das erste Opferhilfebüro Niederschsens mit aufbaute und die dieses in Göttingen lange leitete, wurde eine erfahrene Fachkraft für die Entlastung Kolshorns gefunden. Weitere Räume in der Kurze Geismarstraße 43 neben den Notruf-Büros konnten angemietet werden.