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Göttingen Hilfe zur Selbsthilfe mit „Erika“
Die Region Göttingen Hilfe zur Selbsthilfe mit „Erika“
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18:24 17.09.2009
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„Die Versorgungsstrukturen auf dem Land werden immer schlechter“ führte Harsdorff ins Thema ein. Insbesondere für ältere Menschen werde es schwieriger, alle wichtigen Wege zu erledigen. Ein Nahversorgungszentrum oder ein Markttreff sollen den Defiziten in den Bereichen Lebensmittelversorgung, Kommunikation und Dienstleistungen sowie bei den sozialen Diensten entgegenwirken. Mit mehr Möglichkeiten im eigenen Dorf könne man das Leben deutlich einfacher gestalten.

Schon seit Jahrzehnten werde das Thema „Nahversorgungszentrum“ diskutiert, erläuterte Harsdorff. Momentan werde es vor allem in Verbindung mit dem demografischen Wandel betrachtet, nachdem künftig sehr viel mehr ältere Menschen in der Region leben werden.
Mit der Erhöhung der Attraktivität der Dörfer wolle man der Landflucht entgegenwirken. „Je eher man sich mit dem Thema auseinandersetzt und gegebenenfalls schon erste Maßnahmen ergreift, desto besser ist man auf die Zukunft vorbereitet“, erläuterte Harsdorff weiter.
Im Privathaushalt werde Vorsorge groß geschrieben. So möchte der AWO-Projektleiter zur „kollektiven Vorsorge“ anregen. „Wir müssen realistisch mit der Tatsache umgehen, dass Dienstleister wie Sparkasse, Banken und Versicherungen sich eher aus dem ländlichen Bereich zurückziehen, als dort die Präsenz zu verstärken.“ Deshalb werde für Verwaltung und Bürger das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ an Bedeutung gewinnen.

Fragebögen

Wie stark sich Dorfgemeinschaften für ein solches „neuartiges Dorfzentrum“ interessieren und sich auch dafür einsetzen würden, will die AWO jetzt mit Fragebögen feststellen. Spätestens in drei Wochen soll geklärt sein, welche Ortschaften bei „Erika“ dabei sein wollen.
Die Mitglieder im Gemeinderat Waake waren sich nicht ganz einig über die Bewertung der Situation in ihrer Gemeinde. Viele der von der AWO abgefragten Punkte seien hier bereits erfüllt, meinte Johann-Karl Vietor (CDU). „So rosig sieht das hier nicht aus“ setzte Dieter Birke mit Blick auf die Jugend und die Feuerwehr dagegen. So soll das Thema zunächst in den Fraktionen und dann im Rat noch einmal aufgerollt werden.
Weitere Infos werden erteilt bei der AWO Göttingen unter der Telefonnummer 0551/ 500 91-0.

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