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Göttingen Hoffnung für das Weender Freibad als Sportpark
Die Region Göttingen Hoffnung für das Weender Freibad als Sportpark
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20:08 14.03.2012
„Rettet das Weender Freibad“: Demonstration gegen die Schließung der Einrichtung. Jetzt besteht zumindest wieder Hoffnung.
„Rettet das Weender Freibad“: Demonstration gegen die Schließung der Einrichtung. Jetzt besteht zumindest wieder Hoffnung. Quelle: Vetter
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Göttingen/Weende

Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), berichtete von konstruktiven Gesprächen mit dem Förderverein Freibad Weende.

Die GoeSF will mit der Schließung des Bades, das in diesem Jahr letztmals regulär geöffnet ist, jährliche, von der Stadt geforderte Einsparungen in Höhe von 120 000 Euro erwirtschaften. Frey empfahl, zukünftig von einer Weiterentwicklung oder Umgestaltung zu sprechen. Der Begriff Schließung, wie in der Sparliste der Stadt verwendet, sei „das falsche Signal“. In der vergangenen Woche hatten sich 2000 Menschen an einer Demonstration gegen das Freibad-Aus beteiligt (Tageblatt berichtete).

Verkleinerte Wasserfläche

„Mit dem Damoklesschwert Schließung gibt es hier im Ort keinen Frieden“, sagte der Fördervereins-Vorsitzende Eberhard Gramsch auf Tageblatt-Nachfrage. Am Mittwoch sollte den Ratsfraktionen ein Alternativkonzept vorgestellt werden. Danach wird die Wasserfläche von 2000 auf 1600 Quadratmeter verkleinert. Fünf bis sechs 50-Meter-Bahnen bleiben erhalten, genauso wie Sprungturm und Rutsche.

Außerdem sieht das Konzept eine Kita, ein Jugendzentrum, Kletterwände, einen „Soccerground“ für Fußballer und Wassergymnastik vor, die bereits in diesem Jahr beginnt. Auch ein Sonntagsbrunch oder ein ökumenischer Gottesdienst an Himmelfahrt sollen das Bad attraktiver und zu einer „Plattform“ für die Weender machen. Man sei „sehr zuversichtlich, dass die Einsparungen erzielt werden“, sagte Gramsch, zumal sich Vereine (Badeaufsicht) und Unternehmen als Sponsoren beteiligen wollen.

„Zeitgemäßeres“

„Eine zusätzliche Perspektive ist gegeben“, sagte Frey im Ausschuss: „Dass sich die Einrichtung aus dem Ortsteil heraus trägt.“ Ulrich Holefleisch (Grüne) kritisierte, wer demonstriere, hätte regelmäßig das Bad besuchen müssen. Andererseits bestehe nun die Chance auf etwas „Zeitgemäßeres“. Weil viele Bovender das Bad nutzten, möge die Gemeinde Bovenden zur Kasse gebeten werden, forderte Christian Henze (SPD) – ein Vorschlag, der skeptisch aufgenommen wurde.

Von Eduard Warda