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Göttingen Adelebsens Bürgermeister Holger Frase (SPD) zieht Bilanz
Die Region Göttingen Adelebsens Bürgermeister Holger Frase (SPD) zieht Bilanz
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00:30 29.01.2015
Von Jörn Barke
Will die Attraktionen des Fleckens stärker vermarkten und kostenloses WLAN im Rathaus einführen: Bürgermeister Holger Frase (SPD). Quelle: Heller
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Adelebsen

Mittlerweile ist die Göttinger Hells-Angels-Gruppe verboten, und die Neonazis haben ihren Aufmarsch in Güntersen abgesagt. Es sei für ihn als Repräsentant der Gemeinde jedoch eine bittere Erfahrung gewesen, sehen zu müssen, wie sehr diese beiden Themen über Monate das Bild von der Gemeinde dominiert hätten, sagt Frase.

Dabei gab es auch ganz andere Themen. In Adelebsen wurden die Spielplätze neu gestaltet,  auf Initiative des Senioren-Beirats entstand ein Bewegungspark. Davon will sich Frase jedoch nicht allzu viel auf die Fahnen schreiben. Als er vor einem Jahr das Amt von Vorgängerin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) übernahm, habe er schließlich auch einen schon fertigen Haushalt übernommen.

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Der Haushalt für dieses Jahr ist der erste, den er wirklich mitverantwortet. Mit dem Zahlenwerk sei er sehr zufrieden, meint Frase. Es sei ein guter Ausgleich gefunden worden zwischen dringend notwendigen Investitionen und solchen, die noch bis 2016 warten könnten.

Viel Verwaltungshandeln geschehe eben auch unspektakulär im Hintergrund, meint Frase. So  wurden Satzungen und Finanzströme geprüft, der Bücherei-Umzug vorbereitet, und es waren gleich mehrere Jahres-Abschlüsse der Gemeinde nachzuholen. Im Kontrast zu diesem Verwaltungs-Alltag stand die Versteigerung eines besonderen Fundstücks: einer im Wald gefundenen „Love machine“.

Sehenswürdigkeiten und Windräder

Doch am liebsten spricht Frase ohnehin von den Plänen für die Zukunft. Er will ein Ratsinformationssystem, bei dem Unterlagen für die Ausschuss-Sitzungen im Internet eingesehen werden können und kostenloses WLAN im Rathaus einführen. Tourismusförderung soll als Aufgabe in der Verwaltung etabliert werden.

Frase verweist auf Attraktionen, die Adelebsen zu bieten habe – unter anderem die Burg, den bedeutenden jüdischen Friedhof, das nördlichste Basaltabbaugebiet Deutschlands und eine Wasserscheide in Erbsen. Für den Bauhof-Betrieb möchte Frase einen Partner für eine interkommunale Zusammenarbeit finden, um eine vernünftige Auslastung der Maschinen zu erreichen.

Eine Lösung muss schließlich noch dafür gefunden werden, was nach der Schließung der Haupt- und Realschule Adelebsen  aus dem Gebäude werden soll. Als kontroverses Thema nach wie vor virulent ist die Ausweisung von Windrad-Gebieten. Bei dem „hochsensiblen Thema“ müsse ein vernünftiges Maß gefunden werden: „23 Anlagen geht beileibe nicht.“ Der Rat der Gemeinde müsse am Ende sorgfältig zwischen den Belangen der Bürger und der gesetzlichen Vorgabe, der Windkraft einen substanziellen Raum zu geben, abwägen.