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Göttingen Holtenser Ortsrat ist sauer auf Göttinger Verwaltung
Die Region Göttingen Holtenser Ortsrat ist sauer auf Göttinger Verwaltung
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19:02 24.07.2014
Von Ulrich Schubert
Stiller Protest: Mit selbst aufgemalten Hinweisen auf der Straße fordern die Holtenser verkehrsberuhigende Änderungen im Dorf. Quelle: Hinzmann
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Holtensen

Damit unterstützte sie einen Antrag, den eigentlich die SPD eingebracht hatte.

Darin fordern die Sozialdemokraten Stadt und Verwaltung auf, in Holtensen „flächendeckend Tempo 30 einzurichten“ und den Verkehr mit Kübeln und anderen baulichen Veränderungen zu bremsen. Schließlich sei die Umgehungsstraße für das Dorf seit Jahren fertiggestellt, mahnte SPD-Mann Bernd Vollmer. Jetzt müsse auch im Ort mehr für die Verkehrssicherheit getan werden, vor allem an der Kreuzung Eisenbreite und Lenglerner Straße.

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Hinter dem Antrag, der „auf eine bessere Lebensqualität für Kinder und immer mehr ältere Bürger“ zielt, steckt in dieser vorgebrachten Form allerdings etwas anderes. Seit 2008 habe der eigentlich zuständige Ortsrat die Verwaltung immer wieder mit Anträgen und in Briefen aufgefordert, verschiedene Ideen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen, erklärte Schultz.

„Immer wieder werden wir abgewimmelt“

Eine Arbeitsgruppe mit Bürgern habe 21 konkrete Vorschläge erarbeitet. 2011 folgten weitere Schreiben und in diesem Frühsommer seien neue kostengünstige Vorschläge nachgereicht worden. „Aber immer wieder werden wir von der Verwaltung abgewimmelt“, beklagte sich Schultz.

Man wolle zunächst ein Verkehrskonzept entwickeln, habe es geheißen – bisher aber ohne Ergebnis. „Zumindest hätte man erwartet, dass die Bauverwaltung im Ortsrat vorträgt.“ Weil der Ortsrat „aber einfach nicht weiterkommt“, bemühe das Dorf jetzt den Rat. Der hat den Antrag zur weiteren Diskussion an seinen Bauausschuss weitergegeben.