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Göttingen Hygiene wichtig, Speisereste meiden
Die Region Göttingen Hygiene wichtig, Speisereste meiden
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13:53 13.01.2011
Zählt zu den Allesfressern: Der Kleiber stellt im Winter von Insekten auf Körnerfutter um.
Zählt zu den Allesfressern: Der Kleiber stellt im Winter von Insekten auf Körnerfutter um. Quelle: Pförtner
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Bei Schnee und Frost, empfiehlt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), sollten Wildvögel regelmäßig gefüttert werden. Die Tiere müssten viel Energie aufwenden, um ihre Körpertemperatur von rund 40 Grad gegen die Umgebungskälte aufrecht halten zu können. Ideal zur Fütterung seien sogenannte Silos, in denen die Nahrung nicht verderbe oder verschmutzt werden könne. Sie seien so aufzuhängen, dass sie bei Niederschlägen nicht durchnässt werden, in mindestens zwei Metern Abstand zur nächsten Glasscheibe und zum Schutz gegen jagende Katzen an übersichtlichen Stellen.

Futterhäuschen sollten regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt und täglich mit nur wenig Futter bestückt werden. Nicht nur Vogel-Hinterlassenschaften, auch der Kot hungriger Kleinsäuger könne Krankheitserreger enthalten, an denen sich die gefiederten Besucher des Futterplatzes infizieren können, erklärt die Wildvogelhilfe. Ein toter Vogel im Garten sei kein Grund zur Beunruhigung. Wenn allerdings mehrere Körper innerhalb kürzester Zeit aufgefunden würden, sollte das Häuschen besser desinfiziert und einige Tage lang nicht befüllt werden, um die Infektionskette zu durchbrechen.
Die Deutsche Wildtier-Stiftung warnt vor der Fütterung von Essensabfällen und Speiseresten, „Vögel sind keine Müllschlucker“. Einige Abfälle könnten den gefiederten Essensgästen regelrecht gefährlich werden – exotische Gewürze und Salz etwa. Brot quelle im Vogelmagen auf und sorge für schmerzhafte Magenverstimmungen.

Empfohlen werden für Weichfresser wie Amseln, Singdrosseln und Rotkehlchen getrocknete Holunder- oder Ebereschenbeeren, Hagebutten, kleingeschnittene Äpfel und Birnen. Körnerfresser wie Finken oder Spatzen ernähren sich von Sonnenblumenkernen, Hanf und anderen Sämereien aus Futtermischungen. Für Weichfutter- und Allesfresser (Meisen, Spechte und Kleiber) eignen sich auch Fett-Körner-Mischungen, nicht nur in Ringform hängend, sondern auch an Baumrinde gestrichen und auf dem Boden ausgelegt. Das Fett ersetzt tierische Kost.

Von Katharina Klocke

Zusammensetzung eines Körner-Mixes

Empfehlenswerte Samenmischungen sind laut Nabu zu etwa zwei Dritteln aus Sonnenblumenkernen und zu einem Viertel aus Hanfsaat zusammengesetzt. Der Rest sollte aus Haferflocken, gehackten Nüssen und kleineren Sämereien bestehen, die in handelsüblichem Kanarien- und Waldvogelfutter enthalten sind.

Fett-Futter-Mix

Ein Kilogramm festes Pflanzenfett oder Rindertalg wird bei Hitze in einem Kochtopf erwärmt. Ein Kilogramm Körnermischung – auch mit Früchten – wird mit drei Esslöffeln Öl hinzugefügt. Die Masse kurz aufkochen. Wenn sie halb durchgehärtet ist, können Klöße geformt und in Zitronennetzen mit Draht fixiert und aufgehängt werden. Die Masse kann auch in Blumentöpfe oder halbierte Kokosnussschalen gefüllt werden. Durch das Bodenloch wird zuvor ein Zweig gezogen, der unten übersteht und so als Landeplatz für die Vögel sowie zur Aufhängung dienen kann.