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Göttingen Friedhof beliebter Szene-Treffpunkt
Die Region Göttingen Friedhof beliebter Szene-Treffpunkt
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18:03 14.07.2016
Einzelne Spieler sollen auf Zebrastreifen Pokémons hinterhergejagt haben. Quelle: Andrea Warnecke
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Göttingen

Geplante Überfälle auf Spieler, Autounfälle oder Hausfriedensbrüche, wie sie aus den USA berichtet werden, hat es der Göttinger Polizeinspektion zufolge bisher nicht gegeben. Allerdings seien Einsatz- und Streifendienste diesbezüglich sensibilisiert, sagte Jasmin Kaatz, Sprecherin der Göttinger Polizei, auf Anfrage.

Was es nach Tageblatt Informationen durchaus gab, sind Verkehrsbehinderungen: Einzelne Spieler sollen auf Zebrastreifen Pokémons hinterhergejagt haben - zum Unmut wartender Autofahrer. Für Kaatz ein Grund, auf die Straßenverkehrsordnung hinzuweisen, die auch für Fußgänger Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer gebiete. Außerdem solle man grundsätzlich den Blick auf die Straße und nicht das Smartphone richten, solange man sich im öffentlichen Verkehrsraum bewege, sagte Kaatz.

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Abseits des polizeilich relevanten bereitet „Pokémon Go“ allerdings Sorgen: Der Stadtfriedhof ist ein beliebter Treffpunkt der Szene geworden. Das sei bislang noch halbwegs störungsfrei verlaufen, die wichtigsten Bestattungstage seien aber Freitag und Sonnabend, erklärte Verwaltungssprecher Detlev Johannson. Er hofft, dass „Pokémon Go“-Fans das respektieren und kündigt an, dass das Personal dies beobachten und notfalls eingreifen werde - „auch wenn wir dann Spielverderber sind“, sagte Johannson.

Von Christoph Höland

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