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Göttingen IGS-Schüler am Bronzegewinn in Dubai beteiligt
Die Region Göttingen IGS-Schüler am Bronzegewinn in Dubai beteiligt
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10:05 31.10.2019
Stellte sich sehr geschickt beim Handling an: Thomas Oppermann (l.) beobachtet von der Robot-Gruppe und Schulleiterin Tanja Laspe (r.). Quelle: vw
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Göttingen

Urlaub in Dubai, für viele ein Traum. Lena-Marie Ellermann und Mato Josch Ole Lodemann, Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule in Geismar, sind in den Vereinten Arabischen Emiraten gewesen. Allerdings nicht, um Urlaub zu machen, sondern gemeinsam mit drei Schülern aus der Internationalen Schule Hannover an der FIRST Global Competition teilzunehmen. Mit großem Erfolg, denn das Team holte sich die Bronzemedaille.

Nach ihrer Rückkehr bekam das Duo und die Mitstreiter vom Robot-Team der IGS die Möglichkeit, ihr Projekt dem Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann in den eigenen Räumlichkeiten vorzustellen. Der Einzige, der nicht teilnehmen konnte, war der erfolgreiche Roboter. „Der steht in Hannover“, berichtete Ellermann. Doch die Schüler hatten Ersatz parat. Der Politiker zeigte sich so geschickt im Umgang mit dem noch nicht komplett ausgereiften Roboter, dass die talentierte Crew ihm sofort einen Platz im Team anbot.

Medaille Team Germany. Quelle: vw

Junge Menschen begeistern

191 Teams gingen in Dubai an den Start. Die non-Profit Organisation FIRST hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen weltweit für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Dazu veranstaltet sie jedes Jahr verschiedene Roboter Wettbewerbe. Unter anderem die FIRST Global Competition.

Ein unvergessliches Erlebnis für das Göttinger Duo. Viel von Dubai sahen die beiden nicht, was ihnen aber auch nicht so wichtig war, denn ihre ganze Konzentration galt dem Wettbewerb. Die diesjährige Aufgabe bestand darin, das Spielfeld von durch Plastikbälle simulierten Müll zu reinigen. Die meisten Punkte gab es dafür, wenn es den Teams gelang, die Bälle auf eine Plattform in ungefähr 1,5 Meter Höhe zu befördern. Team Germany hatte dafür einen Schussmechanismus entwickelt, mit dem der Roboter die kleinen Bälle auf die oberste Ebene schießen kann. Es gab auch eine Zeitvorgabe: Die Aufgabe musste innerhalb von zweieinhalb Minuten bewältigt werden.

Kleinere Probleme

„Wir hatten ein paar Probleme in den Matches, deswegen haben wir im Ranking ein paar Punkte verloren“, erläutert Mato Lodemann, der zweite Schüler aus Göttingen. Vor dem Abflug wurden das Team Germany noch von Ministerpräsident Stephan Weil in Hannover empfangen, um das Projekt vorzustellen. „Wir sind immer sehr interessiert, dieses Projekt auch in der Politik bekannt zu machen“, erläutert Lodemann.

Zum ersten Mal wurde Deutschland von zwei Schulen aus Niedersachsen vertreten. Sowohl die IGS-Geismar als auch die Internationale Schule Hannover sind im Bereich des Robotik bereits aktiv und besitzen jeweils eigene Roboter Teams für die FIRST Tech Challenge. Begleitet wurde das fünfköpfige Team von zwei Mentoren.

Viel Zeit zur Vorbereitung blieb dem Team nicht: Die Aufgabenstellung war zwar bereits im März klar, „aber wir haben erst im August erfahren, dass wir dabei sind“, erinnert sich Ellermann. Kein Problem für die engagierten IGS-Schüler, die von Seiten ihrer Schulleiterin Tanja Laspe alle erdenkliche Unterstützung bekommen, und auch von ihren Mentoren. Einer von ihnen, Florian Wichers, ist schon seit zwei Jahren nicht mehr IGS-Schüler, unterstützt das Team aber, soweit es ihm sein Studium erlaubt.

Verstärkung jederzeit willkommen

Diesen Plan verfolgt auch Lena-Marie Ellermann, die derzeit in der 13. Klasse ist, danach erst einmal ein Jahr pausieren möchte, um sich dann ebenfalls ganz dem Entwickler-Team zu widmen. Im Anschluss daran möchte sie Game-Design studieren. „Deswegen habe ich bei der Gruppe mitgemacht“, erklärt sie. Sie hatte Interesse, aber überhaupt keine Ahnung, wie sie selber von sich sagt. Inzwischen ist sie der „Bestimmer“, wird von allen akzeptiert, wie auch ihre weitere weibliche Mitstreiterin Lisa Marie Feil. „Wir sind alle miteinander befreundet, machen auch privat viel miteinander“, verdeutlicht Feil.

Gehörten mit zum Team Germany. Quelle: vw

Verstärkung für die Gruppe ist jederzeit willkommen, wobei alle immer wieder ausdrücklich betonen, dass keinerlei Vorkenntnisse erforderlich sind. Was nach der erfolgreichen Teilnahme jetzt noch fehlen würde, wären Sponsoren. Denn die Flüge und das Hotel sind bezahlt, doch die übrigen Auslagen haben die Schüler aus eigener Tasche nehmen müssen.

Individuelle Aufgaben

RobotIGS Team besteht seit vier Jahren

Das vierte Jahr besteht das RobotIGS Team der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Geismar. Das Team umfasst derzeit 14 Schüler der Jahrgänge 9 bis 13, außerdem gehören zwei Mentoren dazu. Gemeinsam werden wettkampffähige Roboter entworfen und gebaut. Jedes Mitglied hat die freie Auswahl, in welchem Bereich es sich einbringen möchte. Von Management oder Web-Präsenz bis hin zum eigentlichen Bau und der Programmierung ist alles möglich. Das Motto der Gruppe lautet: „Team FIRST, robot second“. FIRST – For Inspiration and Recognition of Science and Technology – ist eine Organisation, die es sich zur Mission gemacht hat, Menschen weltweit für Wissenschaft und Technik zu begeistern. In internationalen sich jährlich erneuernden FIRST Challenges kommen Teams von Schülern und Jugendlichen zusammen, um ihre Roboter im Wettbewerb zu beweisen. Dabei steht vor allem die Zusammenarbeit und kulturelle Zusammenkunft an erster Stelle. Bei solchen Veranstaltungen wird nicht nur einfach gegeneinander gespielt. Das Spielkonzept selbst fördert sogenannte Allianzen der Teams.

Von Vicki Schwarze

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