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Göttingen Ideen machen Schule: Neun Sieger und höheres Preisgeld
Die Region Göttingen Ideen machen Schule: Neun Sieger und höheres Preisgeld
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19:00 21.06.2019
Die Juroren zum Wettbewerb „Ideen machen Schule" 2019: Ulrich Schubert (Tageblatt) Markus Siemes (PSD), Carsten Graf (PSD), Bernd Hanke (Landesschulbehörde) und Christoph Oppermann (Tageblatt).
Die Juroren zum Wettbewerb „Ideen machen Schule" 2019: Ulrich Schubert (Tageblatt) Markus Siemes (PSD), Carsten Graf (PSD), Bernd Hanke (Landesschulbehörde) und Christoph Oppermann (Tageblatt). Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

Das hat es im Wettbewerb „Ideen machen Schule“ noch nicht geben: 19 Schulen aus der Region Göttingen-Eichsfeld-Südharz haben sich mit ihren Projektideen beworben. Gleich neun Sieger hat die Jury jetzt benannt. Und damit ihre Ideen auch umgesetzt werden können, hat die PSD Bank Braunschweig das Preisgeld spontan angehoben: von 12 500 auf insgesamt 14 000 Euro.

„Die große Teilnahme ist wirklich beachtlich“, lobte PSD-Vorstandssprecher Carsten Graf während der Jurysitzung die Schulen in der Region. Noch beachtlicher sei die Bandbreite ihrer „tollen Ideen“, die sie umsetzen wollen – darunter immer mehr Projekte, die digitale Medien einsetzen.

Zum 13. Mal haben die PSD Bank und das Göttinger Tageblatt Schulen, Klassen und Schülergruppen aufgefordert, kreative Ideen einzureichen, mit denen sie Spaß am Lernen fördern wollen. Belohnt werden mit einem Preisgeld vor allem pfiffige und kreative Ideen, die von den Schülern selbst ausgehen.

Dafür hatte die PSD Bank Braunschweig für ihren gesamten Geschäftsbereich 50 000 Euro bereitgestellt, für den Raum Göttingen und das Verbreitungsgebiet des Tageblattes 12 500 Euro. Während der Jurysitzung fiel es den Juroren allerdings schwer, mit dieser Gesamtsumme die besten Ideen wertschätzend zu fördern. Kurzerhand erhöhte Graf die Summe auf 14 000 Euro. Davon profitieren jetzt ein Gymnasium, eine KGS, zwei Oberschulen und fünf Grundschulen.

Die Preisträger:

Den ersten Platz nach Wertung der Juroren belegen Schüler der Göttinger Bonifatiusschule II aus einem WPK-Technik-Kurs im 7. Jahrgang und die WPK-Schülerfirma. Sie wollen eine Solaranlage bauen und auf einen Handwagen montieren. Die Anlage soll auf dem Schulgelände Strom für Handys, den Kühlschrank der Schülerfirma, E-Bikes von Schülern und Lehrer sowie für Schulveranstaltungen liefern. Ihr Preisgeld: 1200 Euro. Diese Summe hatten sie auch beantragt.

Drei zweite Plätze hat die Jury an folgende Projekte vergeben:

Die Klassen 4a und 4c der Brüder-Grimm-Schule in Göttingen wollen die Oper „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart als Theaterstück auf die Bühne bringen. Die Schüler bauen im Werk- und Textilunterricht Marionetten und haben mit den Proben begonnen. Zur Vorbereitung und Einstimmung kommt das Göttinger Sinfonieorchesters in die Schule und stellt allen Schüler die Orchesterinstrumente vor. Ihr Preisgeld. 1000 Euro.

Die Hölty-Schule in Göttingen plant als Grundschule eine Robotik AG für Mädchen, in der die Kinder spielerisch den Umgang mit Computertechnik lernen können. Für den Kauf spezieller Mindstorm-Roboter bekommt sie den erhofften Zuschuss in Höhe von 2000 Euro.

Die AG Wassersport an der Oberschule Hattorf will über die Schulzeit hinaus ihre Schüler motivieren, sich zu bewegen und Sport zu treiben. Dabei setzt sie auf Freizeitsport und will für Schüler, Lehrer sowie weitere Nutzer (über ein Leihangebot) Boards für Stand Up Paddling kaufen. Dafür soll es auch Kurse und angebotene Ausflüge auf heimischen Gewässern geben. Ihr Preisgeld: 2000 Euro.

Darüber hinaus hat die Jury fünf gleichwertige 3. Plätze vergeben:

An der KGS Moringen spielen digitale Medien eine entscheidende Rolle. Sie hat bereits zahlreiche I-Pad- und Notebook-Klassen. Jetzt will sie ihr Konzept im Bereich Robotik erweitern und mit den Schülern ab Jahrgang Fünf mit Ozobots und Calliopes programmieren. Dazu braucht sie Geräte und Programme. Ihr Preisgeld: 2000 Euro.

Auch die Regenbogenschule in Elliehausen will ihre digitalen Projekte, die sie bereits mit Hilfe früherer Ideen-Preisgelder aufgebaut hat, erweitern. Die Schüler der Klasse 3b und der AG Programmieren nutzen die vorhandene Technik besonders intensiv für die eigenständige Texterstellung und zunehmend auch für die Arbeit mit Bildern. Damit sie ihre Arbeiten weiter entwickeln und vor allem auch publizieren können, brauchen sie die entsprechende Technik. Ihr Preisgeld dafür: 800 Euro (wie beantragt).

Die Schüler der Mittelbergschule in Groß Ellerhausen/Hetjershausen wollen im Innenhof der Schule einen eigenen Schulgarten anlegen. Wie dieser aussehen soll, haben sie in einer Umfrage ermittelt. Ihr Preisgeld für Pflanzen und Geräte: 1500 Euro.

Die Albanischule in Göttingen (eine Grundschule) will ihre umfangreiche und gut genutzte Schülerbücherei um digitale Angebote erweitern. Mit Tablets, Audiostiften und entsprechenden Apps könnten zum Beispiel Kinder mit geringeren Deutschkenntnissen leichter lesen lernen. Und Schüler können gemeinsam mit einem blinden Kind an der Schule lesen. Ihr Preisgeld für Audiostifte: 2000 Euro.

Seit vielen Jahren hegen und pflegen die Schüler am Göttinger Felix-Klein-Gymnasium einen großen Schulgarten mit Teich, Schafwiese und verschiedenen Pflanzbereichen. Teile des Gartens benötigen jetzt dringend eine Überarbeitung, schreiben die Schüler in ihrer Bewerbung. Dabei wollen sie den Garten auch umgestalten und neue Arbeits- und Rückzugsbereiche schaffen. Für ein Gewächshaus, Gartenmaterial und Pflanzen benötigen sie Zuschüsse. Ihr Preisgeld: 1500 Euro.

Von Ulrich Schubert