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Göttingen Im Impfzentrum der UMG können täglich 200 bis 300 Mitarbeitende geimpft werden – wenn der Impfstoff kommt
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Im Impfzentrum der UMG können jetzt 200 bis 300 Mitarbeitende geimpft werden

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09:20 14.01.2021
Klaus Fricke, Leiter Gebäudemanagement der UMG (l.), übergibt die Räume an Prof. Dr. Timo Buhl, Leiter der „Task Force Impfung UMG“. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat das Impfzentrum für die Mitarbeitenden fertiggestellt. Ab Donnerstag, 14. Januar, sollen am neuen Ort täglich 200 bis 300 Mitarbeitende den Impfstoff gegen das Coronavirus gespritzt bekommen. „Wir haben letzte Woche noch in den Räumen des betriebsärztlichen Dienstes mit dem Impfen begonnen und können nun im neuen Impfzentrum in optimalen räumlichen Bedingungen mit einem festgelegten Stufenkonzept weiter impfen“, erklärte Prof. Timo Buhl, Leiter der „Task Force Impfung UMG“.

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Am Mittwoch übergab Klaus Fricke, Leiter des Gebäudemanagements der UMG, die Räume im Hauptgebäude des Uniklinikums an Buhl und sein Team. „Das Impfzentrum konnten wir in kürzester Zeit einrichten. Auch über das Wochenende haben wir alle baulichen Arbeiten abgeschlossen“, sagte Fricke. Dazu zähle auch der Aufbau der IT-Systeme, die für die zentrale Dokumentation der Impfungen eine wichtige Rolle spielten. „Das alles konnte nur in sehr enger, bereichsübergreifender Zusammenarbeit, unter anderem mit dem Bereich Informationstechnologie, erfolgreich abgewickelt werden“, so Fricke weiter.

Die Impfzellen sind abgeteilt. Quelle: Pförtner

Einbahnstraßensystem mit 15 Minuten Wartezeit

Der Ablauf der internen Impfungen entspreche den gewohnten Schritten in Impfzentren: Von der Anmeldung, dem Aufklärungsgespräch, der Dokumentation und den Impfboxen gehe es für die Mitarbeitenden wie in einer Einbahnstraße in einen Raum mit Sitzplätzen für die 15-minütige Wartezeit. So soll überprüft werden, ob Folgewirkungen auftreten.

Klaus Fricke, Leiter Gebäudemanagement der UMG (l.), übergibt die Räume an Prof. Dr. Timo Buhl, Leiter der „Task Force Impfung UMG“ im Impfzentrum. Quelle: Pförtner

Zusätzlich ist ein eigener Raum für die Apotheke des Klinikums eingerichtet. Hier werden unter strengen Bedingungen die Spritzen für die Impfungen von Pharmazeutisch-Technischen Angestellten der Apotheke im Klinikum aufgezogen. In einem Kühlschrank lagert lediglich die Tagesration des Impfstoffs, die auch am jeweiligen Tag verbraucht werde, um die Kühlung des Impfstoffes nicht zu unterbrechen.

1200 Beschäftigte sollen mit der ersten Lieferung geimpft werden

Im UMG-Impfzentrum können bis zu drei Impfplätze gleichzeitig eingesetzt werden. „Die UMG ist damit in der Lage, pro Tag 200 bis maximal 300 UMG-Mitarbeitende zu impfen“, erklärt Buhl. Nach dem Stufenkonzept erhalten zunächst die Mitarbeitende, die unmittelbar auf den Intensivstationen mit Covid-19-Patienten, in der Notaufnahme und auf den Normal- beziehungsweise Intermediate-Care-Stationen arbeiten, die Impfung.

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 „Mit der ersten Impfstofflieferung werden wir in wenigen Tagen die ersten rund 1200 Beschäftigten geimpft haben.“ Die Impfungen werden dort wie bisher vom Betriebsärztlichen Dienst der UMG durchgeführt. Unterstützt werden sie dabei von Ärzten aus anderen klinischen Bereichen und Schülern der Bildungsakademie der UMG.

Dr. Martin Siess, Leiter des UMG-Krisenstabes, bedankte sich für die baulichen Maßnahmen: „Das Gebäudemanagement hat über die Feiertage unter Hochdruck die Räumlichkeiten für unser Impfzentrum fertiggestellt. Somit können wir nun die Impfungen für die über 8000 Mitarbeitenden und rund 4000 Medizinstudierenden der UMG zügig durchführen, sobald die nächsten Kontingente an Impfstoff der UMG zugeteilt werden.“ Dies könnte in der kommenden Woche der Fall sein. „Wann wir den nächsten Impfstoff bekommen werden", wissen wir noch nicht", sagt UMG-Sprecher Stefan Weller.

Von Lea Lang