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Göttingen Im Suff mehrfach Notruf gewählt: Göttinger erhält Bewährungsstrafe
Die Region Göttingen Im Suff mehrfach Notruf gewählt: Göttinger erhält Bewährungsstrafe
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16:11 30.06.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Der 57-Jährige hatte noch während seiner Bewährungszeit wiederholt in betrunkenem Zustand die Notrufnummer gewählt. In einem Fall hatte er per Notruf die Polizei alarmiert, weil er seinen Wohnungsschlüssel nicht finden konnte.

Das Amtsgericht Göttingen verurteilte ihn deshalb jetzt wegen Notrufmissbrauchs in 24 weiteren Fällen sowie drei Diebstählen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Bewährungsauflage müsse der Angeklagte eine Alkoholentzugstherapie absolvieren, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Eine Begutachtung habe ergeben, dass der 57-Jährige aufgrund seiner Alkoholabhängigkeit eingeschränkt schuldfähig gewesen sei.

Von Heidi Niemann

110 oder 112

In Deutschland gibt es zwei Notrufnummern – die 110 und die 112. Unter 110 erreicht man die Polizei, unter der 112 die Feuerwehr oder den Rettungsdienst. Die sogenannte Euro-Notrufnummer 112 ist EU-weit kostenlos erreichbar. Der Anruf geht in einer Leitstelle ein, die je nach Notfall Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr alarmiert.

Telefonische Notrufe sind grundsätzlich von jedem Festnetzapparat, von Telefonzellen auch ohne Geld oder Telefonkarte, sowie von Mobiltelefonen kostenlos möglich. Handys müssen jedoch in Deutschland inzwischen über eine SIM-Karte verfügen – 2009 eingeführt als Reaktion auf zunehmenden Missbrauch des Notrufs.

Sollte einmal kein Empfang über die eigene SIM-Karte möglich sein, erfolgt automatisch die Verbindung mit einem anderen Netz. be