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Göttingen Immer mehr Urnenbestattungen in Göttingen
Die Region Göttingen Immer mehr Urnenbestattungen in Göttingen
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18:56 20.01.2011
Von Jörn Barke
Trendwende in den letzten Jahren: Ein Großteil der Bestattungen in Göttingen findet als Urnenbeisetzung statt.
Trendwende in den letzten Jahren: Ein Großteil der Bestattungen in Göttingen findet als Urnenbeisetzung statt. Quelle: Pförtner
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Danach ist die Zahl der Urnenbestattungen auf städtischen Friedhöfen innerhalb von zehn Jahren im Zeitraum 2001 bis 2009 um ein Drittel gestiegen. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Erdbestattungen um 40 Prozent zurück, obwohl die Gesamtzahl der beiden Bestattungsarten in dem Zeitraum sogar leicht angewachsen ist.

Im Jahr 2000 lagen die beiden Bestattungsarten noch halbwegs in Reichweite: Es gab 415 Urnenbeisetzungen und 300 Erdbestattungen. In den Folgejahren ist die Schere – mit kleinen Schwankungen – immer weiter auseinandergegangen: 2009 gab es mehr als dreimal so viel Urnenbeisetzungen wie Erdbestattungen: Das Verhältnis betrug 615 zu 181. Damit lag der Anteil der Erdbestattungen nur noch bei gut einem Fünftel. Seit 2007 bietet die Stadt auch Friedpark-Bestattungen und Beisetzungen auf einer Obstwiese an.

Der Trend zu Urnenbestattungen zeigt sich auch auf kirchlichen Friedhöfen. Auf dem Friedhof der Gemeinde St. Petri in Weende standen 2001 42 Erd- 53 Urnenbestattungen gegenüber. 2010 betrug das Verhältnis 24 zu 50. In Rosdorf gab es 2001 noch mehr Erd- als Urnenbeisetzungen. Doch das Verhältnis von 34 zu 28 hat sich bis 2010 umgekehrt und lag in diesem Jahr bei 15 zu 26.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass sich die Zahl der Einäscherungen von ortsansässigen Menschen im Göttinger Krematorium von 2001 bis 2009 mehr als verdoppelt hat. Die Zahl stieg von 584 relativ konstant auf 1189 an.
Die Zahl der Einäscherungen ortsfremder Personen stiegt zunächst ebenfalls an, von 3872 in 2001 auf 4704 in 2006. Seitdem ist sie allerdings rückläufig und lag 2009 bei 4082. Wolfgang Gieße, Leiter des Fachdienstes Friedhöfe der Stadt Göttingen, begründet den Rückgang mit der Konkurrenz durch private Anbieter in diesem Bereich.