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Göttingen Immer mehr Wohnungseinbrüche in der Region
Die Region Göttingen Immer mehr Wohnungseinbrüche in der Region
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19:35 28.03.2012
Von Matthias Heinzel
Zertrümmerte Scheibe: Bisweilen müssen Einbrecher aber gar nicht so weit gehen, weil Fenster und Türen oft gekippt sind.
Zertrümmerte Scheibe: Bisweilen müssen Einbrecher aber gar nicht so weit gehen, weil Fenster und Türen oft gekippt sind. Quelle: Blank
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Göttingen

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen, der bis nach Hildesheim hinaufreicht, stieg die Zahl hingegen kaum an. Zum Teil lassen sich die Einbrüche in und um Göttingen auf „professionelle osteuropäische Einbrecherbanden“ zurückführen, erklärte Volker Warnecke, Chef der Göttinger Polizeiinspektion. In anderen Fällen gingen die Beamten von Beschaffungskriminalität oder von anderen Einzeltätern aus.

Dass immerhin ein Drittel aller registrierten Wohnungseinbrüche im Versuchsstadium steckenblieb, sollte Mietern und Wohnungseigentümern zu denken geben, meint die Polizei. Oftmals dürften Einbrecher an guter Sicherungstechnik oder an aufmerksamen Nachbarn scheitern. Auch Einbrecher gingen nach  dem Grundsatz des geringsten Aufwandes vor: Was leicht geknackt werden könne, werde geknackt; was viel Mühe mache, nicht.

Fenster oftmals gekippt

In mehr als der Hälfte aller Einbrüche hebeln die Täter ihr Hindernis mit einfachem Hebelwerk wie beispielsweise einem Schraubenzieher auf. Fensterscheiben werden hingegen seltener zertrümmert. Oft ist das auch gar nicht nötig, weil Fenster oder Fenstertüren oftmals gekippt oder offen stehen bleiben – für Einbrecher eine Einladung.

Unter Sicherheitsaspekten besonders wichtig sind alle leicht erreichbaren Fenster, zum Beispiel im Erdgeschoss oder Souterrain, aber auch Fenster, die über Balkone, Loggien, Garagen oder Anbauten erreichbar sind. Immer wieder steigen Einbrecher zudem über Terrassentüren oder Dachfenster ein – auch deshalb, weil diese nicht selten von außen schlecht einsehbar sind. Für solcherart gefährdete Fenster und Türen empfiehlt die Polizei nicht nur, sie abzuschließen, sondern gegebenenfalls eine technische Sicherheitsausrüstung.

Was viele nicht wissen: Weit mehr als ein Drittel aller Wohnungseinbrüche werden tagsüber begangen. Tatsächlich dürfte dieser Anteil noch höher sein, weil sich viele Einbrüche nicht einer Tageszeit zuordnen lassen, weil die Bewohner für längere Zeit aus dem Hause waren, beispielsweise im Urlaub. Die meisten Tageswohnungseinbrüche ereignen sich in größeren Städten.