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Göttingen In Göttingen sollen 111 Bäume auf öffentlichen Flächen gefällt werden
Die Region Göttingen In Göttingen sollen 111 Bäume auf öffentlichen Flächen gefällt werden
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16:20 26.09.2019
Unter anderem Pilzbefall mit erhöhter Bruch- beziehungsweise Umsturzgefahr macht die Baumfällungen notwendig. Quelle: Mischke
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Göttingen

„Bäume in gleicher Anzahl werden möglichst am Standort einer Baumfällung nachgepflanzt“, teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. „Die wesentlichen Gründe für die Fällung von Bäumen sind in diesem Jahr Trockenschäden sowie das Absterben einzelner Exemplare und Pilzbefall mit erhöhter Bruch- beziehungsweise Umsturzgefahr.“

Die Überprüfung von Bäumen ab einem Stammdurchmesser von etwa 30 Zentimetern führt der städtische Fachbereich Stadtgrün und Umwelt zusammen mit dem Arbeitskreis Baumschutz der Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Göttingen durch, heißt es in der Mitteilung. Dabei würden Baumschäden diskutiert und die betroffenen Bäume begutachtet. Das Ergebnis der Beratung sei dem Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz am 24. September vorgestellt worden.

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Bäume sind mit Schadensbefund im Internet-Stadtplan markiert

Als „besonderen Service“ habe die Stadt alle Standorte der sogenannten Baumfällliste auch für mobile Endgeräte in den Internet-Stadtplan integriert. Dort gebe es ein Foto des jeweiligen Baumes sowie alle wichtigen Angaben zu Baumart, Stammdurchmesser, Standort und zum Schadensbefund.

Die Stadt führe bei allen im Baumkataster erfassten Bäumen auf städtischen Grün- und Freianlagen, an Gewässern sowie bei Straßenbäumen eine regelmäßige Überprüfung durch, so die Pressestelle.

Zertifizierte Baumkontrolleure überprüfen die Zustände der Gewächse

Die Kontrolle erfolge durch zertifizierte Baumkontrolleure „überwiegend von März bis September. Der Baum werde in Augenschein genommen und „gegebenenfalls durch eine Klopfprobe auf Defekte im Wurzel-, Stamm-, oder Kronenbereich überprüft“.

Sollte die visuelle Kontrolle keine eindeutige Beurteilung zulassen, „werden die Bäume von Fachleuten nachkontrolliert, die nötigen Vorgehensweisen werden von einem Fachagrarwirt für Baumpflege (FAW) festgelegt“ – Schnittmaßnahmen, der Einbau von Kronensicherungssystemen oder Fällungen.

Gegebenenfalls dritte Prüfstufe durch „bestellten Sachverständigen“

„Sofern die eigenen Kenntnisse beziehungsweise die verfügbaren Untersuchungsgeräte keine abschließende Diagnose erlauben, wird bei einer dritten Prüfstufe ein öffentlich bestellter Sachverständiger eingeschaltet.“

Nach Abschluss dieses Verfahrens werde der Arbeitskreis Baumschutz der Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Göttingen kontaktiert. Mit Mitgliedern des Vereins werde „ein weiteres Mal die Notwendigkeit einer Baumfällung im Einzelfall diskutiert“.

Von Stefan Kirchhoff