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Göttingen Im Göttinger Ostlandweg hakt es bei Müllentsorgung
Die Region Göttingen Im Göttinger Ostlandweg hakt es bei Müllentsorgung
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13:42 27.03.2019
Die schwarzen Tonnen für den Restmüll werden nicht oft genug geleert, sodass Mieter ihre Mülltüten neben die Container stellen. Quelle: R
Göttingen

Probleme mit der Entsorgung des Restmülls gibt es im Ostlandweg in Weende. „Anstatt zweimal in der Woche wird der Abfall nur noch einmal im Monat abgeholt“, beklagt Sibel Schwarz eine Situation, die sie als „nicht tragbar“ bezeichnet. „Die vergessen uns am laufenden Band“, richtet die Mieterin eine Kritik an die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB). Die Unregelmäßigkeiten bei der Entsorgung hätten im September vergangenen Jahres angefangen. Mehrfach habe sie die GEB sowie die Wohnungsgenossenschaft eG (WG) Göttingen auf die Misere hingewiesen – geändert habe sich aber nichts. Von Seiten der GEB hätte sie die Information bekommen, dass der Ostlandweg stellenweise so zugeparkt ist, dass die Müllfahrzeuge nicht durchkommen. „Seltsam ist nur, dass die Fahrzeuge, die die Biomüll- und die Papiertonnen leeren, sehr wohl durchkommen und zwar klaglos“, berichtet Schwarz. „Der Sommer wird kommen. Fliegen und Maden werden sich freuen“, blickt die Mieterin skeptisch voraus.

„Abholung nur, wenn wir anrufen“

„Niemand ist richtig zuständig, immer nur ein bisschen“, macht Thekla Nullmeyer ihrem Ärger Luft. Auch sie habe mehrfach nachgehakt bei GEB und Vermieter. Der Restmüll werde immer nur dann abgeholt, „wenn wir anrufen“. „Aber man kann uns hier nicht so außen vor lassen“, bemängelt die Mieterin. Nach der Fertigstellung eines Studentenwohnheims in unmittelbarer Nähe habe sich die Parkplatzsituation im Wohnviertel noch einmal verschärft.

„Zugeparkte Straße“

„Den Ärger der Anwohner aus dem Ostlandweg können wir gut verstehen“, beteuert Annekathrin Köhler von den GEB. Sie führt weiter aus: „Auch für uns bedeuten die verkehrswidrig zugeparkten Straßen einen erheblichen Mehraufwand.“ Im Bereich Ostlandweg/Adam-von-Trott-Weg herrsche ein enormer Parkdruck, beschreibt die GEB-Mitarbeiterin die Situation. Verschärft werde sie durch diverse Baufahrzeuge, da die Wohnanlagen in diesem Bereich von den Eigentümern umfangreich saniert würden. „Die Anwohner parken dann verkehrswidrig im Kurvenbereich zum Ostlandweg, sodass der Kurvenbereich für unsere Fahrzeuge oft zu eng wird. Wir müssen diesen Bereich teilweise mehrfach anfahren, um an die Abfallbehälter zu gelangen“, so Köhler. Die Abfallentsorgung sei bisher aber immer, zur Not an den darauffolgenden Tagen, nachgeholt werden.

Entspannung mit Ende der Bauphase

„Teilweise ist der Kurvenbereich so zugeparkt, so dass auch ein kleineres Müllfahrzeug nicht durchkommt“, ergänzt sie. Ein Rückwärtsfahren von Müllfahrzeugen, sagt sie auf Nachfrage, sei gesetzlich verboten. Normalerweise könne der Ostlandweg vorwärts angefahren werden, da am Ende ein ausreichend großer Wendehammer vorhanden sei - sofern dieser nicht auch zugeparkt ist. „Sollte unser Fahrzeug nicht in den Ostlandweg fahren können, melden die Fahrer die Situation, damit der Disponent sofort weitere Maßnahmen einplanen kann, wie etwa ein nochmaliges Anfahren zu einem späteren Zeitpunkt“, erklärt Köhler und ergänzt: „Wir hoffen, dass sich nach Abschluss der Bauphase die Parkplatzsituation entschärft.“

Parkverbot soll kommen

Felix Gremmes von der WG sagt, dass die Passage zwischen der Nummer 10 und dem ehemaligen Kiosk der neuralgische Punkt sei. Wenn in dieser Kurve Autos parken, könnten Müllfahrzeuge nicht in die Sackgasse einbiegen. Er weiß von einem Parkverbot, das hier ausgeschildert werden soll. „Aber das ist eine Sache der Stadt“, stellt Gremmes klar. Er berichtet auch von wiederum anderen Mieterbeschwerden: Anwohner hätten sich darüber beklagt, dass Müllautos über den Gehweg fahren, um in den Bereich zu kommen. Was nun das Studentenwohnheim angeht, verweist er auf eine Tiefgarage, die zum Gebäude gehört. Es sei durch die WG mit dem Neubau für die Anzahl von Parkplätzen gesorgt worden, die das Baugesetz vorgibt.

Von Ulrich Meinhard

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