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Göttingen Die meisten Unfälle passieren in der Südstadt
Die Region Göttingen Die meisten Unfälle passieren in der Südstadt
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00:21 22.12.2018
An 205 von 493 Unfällen waren Radfahrer beteiligt. Quelle: dpa
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Göttingen

Informationen und Grafiken finden sich im aktuellen Statistik-Journal des städtischen Informationssystems Gösis. Gut 16 Prozent aller Unfälle ereigneten sich demnach im südlichen Stadtgebiet. Knapp dahinter folgt die Weststadt mit gut 15 Prozent aller registrierten Unfälle. In Weende ereigneten sich etwa 14 Prozent der Unfälle, im Bereich der Innenstadt 13 Prozent.

Dahinter folgen Grone mit gut zehn und die Nordstadt mit knapp zehn Prozent. In der Oststadt wurden etwa 7,5 Prozent aller Unfälle registriert, in Geismar gut vier Prozent. Es folgen die Stadt-Dörfer Elliehausen (etwa drei Prozent, Herberhausen und Groß Ellershausen/Hetjershausen jeweils knapp zwei Prozent) und Nikolausberg/Roringen (etwa ein Prozent aller Unfälle).

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Die Auswertung nach Stadtbezirken zeigt, „dass knapp 60 Prozent aller Unfälle in den Stadtbezirken Südstadt, Weststadt, Weende und Innenstadt passieren“, folgert die Stadt. Und das „vor allem auf den meistbefahrenen Straßen“.

Unfallaufnahme mit Koordinaten

Die lokalisierte Auswertung ist möglich, weil die Polizei bei der Unfallaufnahme auch die geografischen Koordinaten des Unfallortes erfasst. Diese Daten werden dann in den neu erschienenen interaktiven Unfallatlas der Statistikämter des Bundes und der Länder eingespeist. „Anschließend“, so die städtischen Statistiker, „werden die Daten plausibilisiert, und letztendlich wird jede Unfallkoordinate als ein Punkt auf dem dazugehörigen Straßenabschnitt dargestellt. Daten, die den Anforderungen nicht entsprechen, werden aussortiert und nicht im Unfallatlas dargestellt.“

Für die Stadt Göttingen können auf diese Weise 83 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden im Unfall-Atlas wiedergefunden werden. Der Rest wird im „Plausibilisierungsvorgang“ ausgeschlossen. Ein Vergleich der Daten aus dem Unfall-Atlas mit den weiteren auf Gösis veröffentlichen Daten zu Verkehrsunfällen sei somit nur bedingt möglich, erklären die städtischen Statistiker.

493 Unfälle untersucht

Das Referat Statistik und Wahlen der Göttinger Stadtverwaltung hat 493 Unfälle aus dem Jahr 2017 dem Unfall-Atlas entnommen, kleinräumig zugeordnet und ausgewertet. Von diesen Unfällen waren 436 mit leichtverletzten Personen, 55 mit Schwerverletzten und zwei mit Todesfolge. An 425 der 493 Unfälle war ein Pkw beteiligt, an 205 und damit gut zwei Fünfteln Radfahrer. An 32 Unfällen waren Fußgänger beteiligt.

Die städtische Statistik unterscheidet die Unfälle mit Personenschaden auch nach Unfalltypen. Mit 250 Fällen geschahen die meisten Unfälle demnach beim Ein- oder Abbiegen oder beim Kreuzen. Knapp 130 Unfälle gab es im Längsverkehr.

Zwei Drittel aller Unfälle ereigneten sich bei trockener Straße, knapp 33 Prozent bei Nässe. Winterglatte Fahrbahn spielte nur bei knapp zwei Prozent aller Unfälle eine Rolle.

Gefährlicher Montag

Mehr als 70 Prozent der Unfälle geschahen bei Tageslicht, etwa 22 Prozent bei Dunkelheit und knapp sieben Prozent bei Dämmerung. Die meisten Unfälle in der Stadt Göttingen geschahen morgens zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 14 und 18 Uhr. Der unfallreichste Wochentag war der Montag, sonntags gab es die wenigsten Unfälle.

Der Unfall-Atlas der Länder kann unter unfallatlas.statistikportal.de aufgerufen werden. Weitere Statistiken zu Straßenverkehrsunfällen in Göttingen gibt es unter GOESIS.Goettingen.de.

Von Matthias Heinzel

22.12.2018
19.12.2018