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Göttingen In der Nacht zu Freitag wird die A 7 zwischen Göttingen und Nörten gesperrt
Die Region Göttingen In der Nacht zu Freitag wird die A 7 zwischen Göttingen und Nörten gesperrt
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18:54 05.01.2011
Von Gerald Kräft
A 7 wird wegen Winterschäden Richtung Norden gesperrt: Umleitung bei Nörten-Hardenberg.
A 7 wird wegen Winterschäden Richtung Norden gesperrt: Umleitung bei Nörten-Hardenberg. Quelle: Vetter
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Deshalb wird die A 7 in Richtung Norden von Donnerstag, 20 Uhr, bis voraussichtlich Freitag, 6 Uhr, voll gesperrt. Der Verkehr wird ab der Anschlussstelle Göttingen-Nord über die B 3 nach Nörten-Hardenberg umgeleitet.

Am Mittwoch war die Sperrung wie geplant kurz nach 14 Uhr aufgehoben worden. Allerdings ereignete sich in Richtung Süden zwischen Parensen und Nörten ein Unfall. Da die Mittelleitplanke beschädigt wurde, musste nicht nur die A 7 Richtung Süden zeitweise gesperrt werden, sondern auch Richtung Norden ging es zeitweise nur einspurig an der Unfallstelle vorbei.

Winterschäden durch Schlaglöcher und Fahrbahnrisse auf der als Hauptfahrbahn genutzten Standspur hatten dazu geführt, dass im Baustellenbereich die Höchstgeschwindigkeit schon auf Tempo 60 reduziert worden war. Die Reparaturarbeiten hätten gut geklappt, sagte der stellvertretende Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim, Heiko Lange. Es habe weniger Beeinträchtigungen gegeben, als zu erwarten gewesen sei.

In der Nacht zu Freitag werden aufgrund der verkehrsschwachen Zeit keine großen Behinderungen erwartet. Der reparierte Baustellenbereich muss noch fünf bis sechs Monate halten, dann wird der Verkehr auf die andere Seite gelenkt, um die Fahrbahn Richtung Norden dreispurig auszubauen.

Reparatur von Schlagloch-Pisten wird teuer

Erhebliche Sorgen machen der Stadtverwaltung Göttingen zurzeit die rasant wachsende Zahl von Schlaglöchern auf den Göttinger Straßen. Schon jetzt sei abzusehen, dass die Schäden in diesem Winter mindestens so stark ausfallen werden wie im vergangenen Winter, als die Straßenschäden ebenfalls extrem stark ausfielen, erklärt Stadt-Sprecher Detlef Johannson.

Zurzeit würden nur solche Schlaglöcher ausgebessert, die die Verkehrssicherheit gefährdeten, „diese aber sofort“, versichert Johannson. Städtische Straßenläufer seien regelmäßig unterwegs, um den Zustand der Göttinger Straßen zu kontrollieren. Derzeit könnten Schäden aber nur provisorisch ausgebessert werden. Für eine dauerhafte Reparatur müsse der Frost ganz aus dem Boden heraus. Erst dann könne die Schwere der Schäden richtig eingeschätzt werden.

Damit geht es Göttingen wie auch anderen Städten im gesamten Bundesgebiet. Der Auto Club Europa (ACE) erwartet bis zum Frühjahr einen „Schlagloch-Rekord“. Der ADAC rechnet sogar damit, dass bundesweit im Frühjahr jede zweite kommunale Straße sanierungsreif sein wird. Der häufige Wechsel von Frieren und Tauen, durch den Einsatz von Streusalz noch verstärkt, kann Straßenbeläge kontinuierlich zerstören. Eine gründliche Generalsanierung der Straßen würde nach ACE-Angaben auf der Basis einer aktuellen Schätzung der Technischen Universität Aachen etwa 25 Milliarden Euro kosten.

Für eine Göttinger Schlagloch-Bilanz sei es noch viel zu früh, meint Stadtsprecher Johannson. Erfahrungsgemäß kämen die Zeiten der tiefsten Temperaturen im Winter erst Ende Januar bis in den Februar hinein. Dieser Winter habe allerdings sehr früh und heftig eingesetzt. (hein)