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Göttingen Infoveranstaltung der Firma Tennet in Rosdorf zur Höchstspannungsleitung
Die Region Göttingen Infoveranstaltung der Firma Tennet in Rosdorf zur Höchstspannungsleitung
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17:27 08.10.2013
Von Andreas Fuhrmann
Quelle: Stepmap
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Rosdorf

Sälzer hatte zuvor über die „aktuelle vorzugswürdige Trassenführung“ informiert. Die Stromleitung wird auf Rosdorfer Gebiet demnach nicht mehr wie ursprünglich geplant östlich der Autobahn 7 verlegt.

In der neusten Variante wird sie nun südöstlich von Groß Ellershausen ab der A 7 mit der Stromleitung der Bahn gebündelt, führt zwischen Olenhusen und Tiefenbrunn entlang der ICE-Trasse und dann westlich an Mengerhausen und Lemshausen vorbei.

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Bis kurz hinter Olenhusen bleibt das Kabel unter der Erde. Danach geht es per Freileitung weiter, die kurz darauf die Bahntrasse wieder verlässt. Die Freileitung werde dann im Abstand von etwa 500 Metern an Mengershausen vorbei führen. Der Mindestabstand von 400 Metern zur Wohnbebauung werde in Mengershausen und Lemshausen also eingehalten, sagte Sälzer.

Ob das Erdkabel, das laut Sälzer 1,80 Meter unter der Oberfläche liegt, Auswirkungen auf Fußgänger habe, wollte ein Zuhörer wissen. Das Erdkabel führe überwiegend unter Äckern entlang, sei aber natürlich von einem Magnetfeld umgeben. „Dennoch halten wir den Grenzwert von 100 Mikro-Tesla ein“, betonte Sälzer. „Nach allem, was wir wissen, ist damit eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen – bei vorübergehendem Aufenthalt sowieso.“

Keine Auswirkung auf das Handynetz

Auch auf medizinische Geräte dürfte das Magnetfeld eigentlich keine Auswirkungen haben. „Ich kann das nicht ausschließen, aber wenn, dann liegt es eher am Gerät“, sagte Sälzer. Das betreffe auch GPS-Geräte. Auf die Qualität der Handynetze habe die Stromleitung keine Auswirkung. Auch mehrere Landwirte äußerten Bedenken, vor allem wegen der Wärme, die das Erdkabel abstrahlt.

Dieses sei zwar rund 40 Grad warm, sagte Sälzer, an der Oberfläche kämen aber nur 0,5 bis ein Grad an. „Dann ist der Schnee weg“, sagte CDU-Ratsmitglied Johannes Siemes. Über dem Kabel könne durchaus etwas wachsen, sagte Sälzer. „Wir wissen aber nicht, wie viel.“ Um das zu erfahren, werde die Universität Göttingen den Prozess begleiten.

Wo es die größte Annäherung der Leitung an Orte in Rosdorf gebe, wollte Ratspolitiker Dieter Eikenberg (Grüne) wissen. Das sei bei Olenhusen. Dort führe das Erdkabel in einer Entfernung von 80 Metern vorbei, sagte Sälzer. Näher komme die Leitung auf ihrer gesamten Strecke keiner anderen Ortschaft. Allerdings würden auch im Fall von Olenhusen die gesetzlichen Vorschriften eingehalten.

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