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Göttingen Institut für Ökologie plant Schau-Projekt auf Grebenberg in Angerstein
Die Region Göttingen Institut für Ökologie plant Schau-Projekt auf Grebenberg in Angerstein
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10:42 25.04.2014
Soll Schaufläche für alternative Energiepflanzen werden: der Grebenberg in Angerstein. Quelle: Vetter
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Angerstein/Hardegsen.

Die Energieerzeugung aus  eigens dafür angebauten Pflanzen gerate zunehmend in die Kritik, erklärt das Institut. Gründe seien unter anderem der Flächenverbrauch, die Treibhausgas-Bilanz und derRückgang der Biodiversität. Aufgrund von staatlichen Förderzusagen aber werde der Anbau weiterbetrieben.

Zur Lösung der Probleme sei man auf der Suche nach Alternativen zu den bisher gängigen Energiepflanzen. An dieser Stelle setzt das Hardegser Institut an. Der Grebenberg, ehemals Steinbruch und Ackerland, soll Standort für zwei Schauflächen werden.

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Die Anpflanzung von Hölzern und biogasgeeigneten Wildblumen ist auf einer Teilfläche vorgesehen. Eine zweite Teilfläche am Rand der Deponie soll Platz für alternative Energiepflanzen bieten. Diese Pflanzen schaffen auch eine Lebensgrundlage für viele Tiere: Vögel, Schmetterlinge, Laufkäfer und mehr.

Jugendbildung

Die Schauflächen sollen eingebunden werden in ein weiteres Projekt des Instituts: In den vergangenen 25 Jahren hat es Flächen in der Region einer gelenkten, aber natürlichen Vegetationsentwicklung überlassen. Auch das habe die Artenvielfalt bereichert.

Im Rahmen von Bildungsveranstaltungen sollen Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 14 Jahren hier mit Keschern, Schalen und Lupengläsern forschen. Als Gründer und Gesellschafter des Internationalen Schulbauernhofs erreicht das Institut nicht nur den Nachwuchs der Region, sondern aus dem gesamten Norden – von dort kommen viele Gäste des Schulbauernhofs.

Von Anfang Mai in diesem Jahr bis Ende August 2015 ist das Vorhaben mit Gesamtkosten von etwa 25 000 Euro geplant – derzeit fehlt noch eine Förderzusage. In den anderthalb Jahren würden rund 180 Schüler mit ihren Pädagogen angesprochen. Doch auch die Spaziergänger auf dem beliebten Naherholungsziel Grebenberg sollen davon profitieren: Auf Schautafeln werden dann Erklärungen geboten.

Und das, was mit dem Vorhaben angeschoben wird, soll im Sinne der Nachhaltigkeit weiter wirken. Mit Ehrenamtlichen des Arbeitskreises „Kulturlandschaftspflege“, seit vielen Jahren am Institut angebunden, und freiwilligen Helfern aus der Landwirtschaft oder vom Ortsverschönerungs- und Heimatverein gelte es, die Schauflächen weiterzupflegen. Fortgeführt werden soll dann auch die Bildungskooperation mit dem Schulbauernhof.

Von Ute Lawrenz