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Göttingen Internationaler Museumstag in Göttingen und der Region
Die Region Göttingen Internationaler Museumstag in Göttingen und der Region
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17:19 17.05.2019
Das Städtischen Museum am Ritterplan bietet mehrere Veranstaltungen am Internationalen Museumstag an. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Am 19. Mai ist wieder Internationaler Museumstag. In ganz Deutschland organisieren zahlreiche Museen an diesem Sonntag besondere Aktionen, spannende Führungen und bieten Besuchern Blicke hinter die Kulissen. In diesem Jahr lautet das Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“.

Dem Deutschen Museumsbund zufolge ist Ziel der Aktionen an diesem Tag, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen „und auf die Bedeutung der Museumsarbeit als Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben hinzuweisen“. Auch in Göttingen und der Region beteiligen sich zahlreiche Museen und Sammlungen mit Workshops, Mitmachaktionen oder Führungen.

Ob mit seismischen Wellen ins Erdinnere zu schauen, etwa 18000 ethnologische Objekte sicher zu verpacken oder zu erfahren, wie sich die Hebammenpraxis verändert hat: Die Angebote der Museen sind auch in diesem Jahr wieder vielfältig. So gibt es erstmalig ein gemeinsames Programm von Stadt und Universität, an dem sich die Wiechert’sche Erdbebenwarte, das Städtische Museum, die Internationalen Händel-Festspiele und die akademischen Sammlungen, Museen und Gärten beteiligen.

Göttingen

Das künstliche Mini-Erdbeben durch den Fall der tonnenschweren Mintrop-Kugel ist die Hauptattraktion der historischen Erdbebenwarte. Quelle: Richter

Wiechert’schen Erdbebenwarte, Herzberger Landstraße 180

Wenn die Erde bebt Wie man mit seismischen Wellen ins Erdinnere schauen kann, erklärt Wolfgang Brunk auf der Wiechert’schen Erdbebenwarte. Von den Schwingungen sensibler Messgeräte bis hin zum Fall der vier Tonnen schweren Mintrop-Kugel: Auf dem Hainberg können Besucher weltweite Erdbewegungen nicht nur sehen, sondern auch spüren. Die Führung mit Experimenten geht von 14 bis 17 Uhr.

Museum am Ritterplan. Quelle: Hinzmann

Städtisches Museum, Ritterplan 7-8

Stadt. Macht. Glaube. Göttingen im 16. Jahrhundert Das 16. und 17. Jahrhundert ist eine bewegte Zeit voller Veränderungen in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Glaube. Der Buchdruck mit beweglichen Lettern verbreitet Wissen innerhalb kürzester Zeit. Die Reformation verändert das Verhältnis der Menschen zum Glauben und zur Kirche. Sie führt aber auch zu blutigen Kriegen. Erstmals gibt es in Göttingen Versuche, eine Schule auch für Mädchen zu gründen. Die bedeutende Sammlung sakraler Kunst wird in dieser Ausstellung in einem neuen Licht gezeigt. Die Führung dauert eine Stunde und beginnt um 15 Uhr.

Der rote Sonnabend. Facetten und Folgen der Novemberrevolution 1918 in Göttingen Im November 1918 stürzen Kaiser, Könige und Fürsten von ihren Thronen. Blutige Kämpfe erschüttern das Leben. In Göttingen bleibt es vergleichsweise ruhig. Aber auch hier regen sich schnell reaktionäre Kräfte. Im November 1918 entsteht aber auch viel Neues. Frauen erhalten endlich das Wahlrecht. Die bunte Kultur der 1920er-Jahre blüht bescheiden auch in Göttingen. In der Ausstellung kommen Zeitzeugen öffentlich zu Wort. Ulrich Popplow, Lehrer am Göttinger Felix-Klein-Gymnasium, hat ihre Erinnerungen 1975 festgehalten. Die Führung geht von 13 bis 14 Uhr.

Muscheln, Gips und Gold  Der Heilige Jacobus trägt sie am Hut: eine Muschel, die nach ihm benannt wurde, die Jacobsmuschel. Auf Darstellungen des Heiligen Jacobus, auch Jacobus d. Ä. (der Ältere) genannt, ist diese oft vergoldete Muschel zu sehen. Das Museum zeigt eine Statue aus dem Jahr 1500, leider ohne Muschel, die ging verloren. Aber ein weiterer, etwas kleinerer Jacobus mit sogar zwei Muscheln, am Hut und am Wanderstock, ist im Museum ausgestellt.Wer ihn findet, erhält eine Belohnung. Kinder ab acht Jahren können am Gipsabguss einer Muschel das Vergolden ausprobieren und die Goldmuschel anschließend mit nach Hause nehmen. Die Mitmachaktion geht von 11 bis 13 Uhr.

Musik der Goldenen Zwanziger mit den Swinging Amatörs Die Novemberrevolution 1918 in Deutschland war Ende und Aufbruch zugleich. Die Ausstellung im Städtischen Museum „Der rote Sonnabend. Facetten und Folgen der Novemberrevolution 1918 in Göttingen“ zeigt den Sturz des alten Systems und den gesellschaftlichen und kulturellen Aufbruch. Die Goldenen Zwanziger warfen einen bescheidenen Glanz auch nach Göttingen. Begleitend zur Ausstellung lässt die Musik der Swinging Amatörs die Stimmung der damaligen Zeit wieder aufleben. Das zweistündige Konzert beginnt um 15 Uhr.

Im Karzer Quelle: Harald Wenzel

Händelfestspiele in Kunstsammlung und Aulagebäude

Die wilden Saiten der Kunst Die niederländische Kunst des 17. Jahrhunderts ist eine Blütezeit der Musikdarstellung. Vor allem Violine und Laute sind die am häufigsten gezeigten Instrumente. Warum diese oft mit Allegorien und dem Thema der Liebe verbunden sind, erklärt Rudolf Krüger. Der Kunsthistoriker führt die Besucher durch die Welt der Musikinstrumente in der Kunstsammlung der Universität Göttingen, Weender Landstraße 2. Die Führung geht von 11.30 bis 12.30 Uhr. Voranmeldung unter Telefon 0551/3848130 oder info@haendel-festspiele.de

Karzer und Aula der Universität Göttingen, Wilhelmsplatz 1 1837 anlässlich des 100. Jubiläums der Georg-August-Universität Göttingen als repräsentatives Hauptgebäude errichtet, prägt das Aulagebäude am Wilhelmsplatz bis heute das Gesicht von Universität und Stadt. Von Beginn an ist es darauf ausgelegt, unterschiedliche Funktionen zu erfüllen: Es vereint Festräume, Ausstellungsflächen, Büros und nicht zuletzt den historischen Karzer unter einem Dach. Bei der Führung werden Einblicke in die Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudes sowie seine Bedeutung für die Geschichte der Göttinger Universität gegeben. Beginn ist um 14 Uhr. Voranmeldung unter 3848130 oder info@haendel-festspiele.de

Masken und Figuren aus Afrika sind in einer Dauerausstellung in einem Saal der Kunstsammlung in Göttingen zu sehen. Quelle: R

Ethnologische Sammlung, Theaterplatz 15

Kultur in Kartons – Packen in der Ethnologischen Sammlung  Aufgrund einer bevorstehenden Gebäudesanierung werden etwa 18000 Objekte verpackt und zum Transport in Zwischenlager vorbereitet. In etwa zweieinhalb Jahren soll am Theaterplatz 15 die neue ethnologische Dauerausstellung eröffnet werden. Deshalb haben Besucher die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs zu werfen und die Packarbeiten zu verfolgen. Dabei erklären die Mitarbeiter der Ethnologischen Sammlung, worauf beim Umgang mit fragilen Objekten geachtet werden muss. Geöffnet ist von 10 bis 16 Uhr.

Abenteuer Museum – Vom Sammeln bis zur eigenen Ausstellung In einem Workshop erfahren Kinder, was in einem Museum alles gemacht wird und was hinter den Kulissen passiert. „Vom Erforschen der Dinge bis hin zur Gestaltung einer eigenen Mini-Ausstellung könnt ihr vieles selbst ausprobieren“, versprechen die Organisatoren. Das Kinderprogramm geht von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr.

Sammlung Blechschmidt, Blick in den Ausstellungsraum Quelle: r

Sammlung zur Geschichte der Geburtsmedizin - Humanembryologische Dokumentationssammlung Blechschmidt, Humboldtallee 36

Geburtshilfliche Objekte in Praxis, Forschung und Lehre Warum benötigten die Objekte den Ort der Entbindungslehranstalt, um sich in der Geburtshilfe durchzusetzen? Anhand ausgewählter Beispiele geht die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Christine Loytved, dieser Frage nach und führt die Besucher durch die Sammlung der Geburtsmedizin. Die Führung geht von 11 bis 12.15 Uhr. Voranmeldung unter kdrost@gwdg.de

(Ab)Bilder. Von wissenschaftlichen Erkenntniswegen und Illustrationen des Lebens Die „Sammlung Blechschmidt“ ist eine einmalige Sammlung großformatiger Modelle menschlicher Embryonen im Zentrum Anatomie. Die Doktorandin Hannah Menne erläutert daran, wie Darstellungen der ersten Wochen menschlichen Lebens entstanden sind und welche tiefreichende Bedeutung sie für Wissenschaft und Gesellschaft haben. Anschließend können gemeinsam „persönlich-intuitive Zugangsformen zu dem sensiblen und ambiguen Thema diskutiert werden“, heißt es vonseiten der Organisatoren. Die einstündige Führung beginnt um 13.30 Uhr.

Hebammenpraxis gestern und heute In einem thematischen Rundgang und anhand ausgewählter Objekte der Dauerausstellung stellt eine Lehrerin der Göttinger Hebammenschule die heutige Hebammenpraxis vor. Die Führung geht von 15 bis 16 Uhr. Voranmeldung unter kdrost@gwdg.de.

Gipsabgusssammlung des Archäologischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen Quelle: Hinzmann

Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen, Nikolausberger Weg 15

Kino, Komik und Kommerz. Antike Statuen in der modernen Medienwelt In der Werbung, in politischen Karikaturen, in Comics und anderen Medien der modernen Populärkultur werden immer wieder Hauptwerke der griechischen Skulptur wie die Laokoongruppe, der Diskuswerfer oder die Venus von Milo zitiert. Die Referentin Lucie Böttger veranschaulicht dieses Nachleben der Antike an Beispielen aus der Sammlung der Gipsabgüsse. Die einstündige Führung beginnt um 11.15 Uhr.

Meteoritensammlung im Geowissenschaftlichen Museum. Quelle: Heller

Geowissenschaftliches Museum, Goldschmidtstraße 3

Führung durch den Geopark  Besucher können die Vielfalt der Gesteine und ihre Entstehungsgeschichten im Geopark des Geowissenschaftlichen Zentrums kennenlernen. Von Tiefengesteinen aus dem Erdinneren, über Lavabomben und versteinerte Baumstämme bis hin zu Gesteinen, die durch Meteoriteneinschlag geschockt wurden – es gibt jede Menge zu entdecken, versprechen die Organisatoren. Die Führung geht von 11 bis 11.45 Uhr.

Führung durch die Erdgeschichte Auf eine Reise durch die Erdgeschichte können sich Besucher des Geowissenschaftlichen Museums mitnehmen lassen: Von Riesenammoniten über Mosasaurier bis hin zu den detailreich erhaltenen Funden aus der Fossillagerstätte Willershausen bietet das Museum eine Vielfalt an fossilen Zeugnissen aller Erdzeitalter. Die Führung dauert eine Dreiviertelstunde und beginnt um 12 Uhr.

Führung durch die Mineralogie  Derzeit gestalten das Geowissenschaftliche Museum eine neue mineralogische Dauerausstellung. Besucher können einen ersten exklusiven Blick hinter die Kulissen der Ausstellungsentstehung und in den Sammlungen werfen. Beginn der Führung ist um 15 Uhr.

Gipsabguss-Werkstatt für Kinder Haifischzahn oder Ammonit: Hier können Kinder im Alter von Gipsabgüsse von Fossilien der Sammlungen unter Anleitung selbst herstellen und lebensecht oder fantasievoll bemalen. Das Kinderprogramm geht von 10 bis 16 Uhr, Treffpunkt ist im Foyer.

Bernstein in Natur- und Kulturgeschichte  Wissenswertes über Bernstein, seine Fundstellen sowie über die Geschichte der Göttinger Bernsteinsammlungen können Besucher erfahren. Nach einer Einführung in das Thema können Interessierte mehr über die Verwendung von Bernstein in Kunst- und Kulturgeschichte der Menschheit erfahren. Die Führung beginnt um 14 Uhr und dauert eine Dreiviertelstunde.

Drei ganztägige Angebote von 10 bis 16 Uhr  Der Erdbebensimulator vermittelt einen authentischen Eindruck eines Bebens der Stärke 5. Großer Bücher- und Steinflohmarkt: naturwissenschaftliche Fachliteratur, allgemeinverständliche und vertiefende geowissenschaftliche Publikationen sowie Bestimmungsliteratur für Mineralien, Gesteine und Fossilien. Augmented Reality Sandbox: Besucher können Berge, Täler und Gewässer in den Sand formen, die dann in Echtzeit als ein digitales Höhenmodell auf die Sandoberfläche projiziert werden. Auch Regen kann virtuell entstehen und so Flussläufe, Seen und Staudämme füllen.

Besucher vor dem in Pastellkreide ausgeführten Doppelportrait zweier Knaben (Rudolf und Wilhelm Schadow) von Friedrich Georg Weitsch (um 1795) in der Kunstsammlung. Quelle: Heller

Kunstsammlung, Weender Landstraße 2

Die wilden Saiten der Kunst Die niederländische Kunst des 17. Jahrhunderts ist eine Blütezeit der Musikdarstellung. Vor allem Violine und Laute sind die am häufigsten gezeigten Instrumente. Warum diese oft mit Allegorien und dem Thema der Liebe verbunden sind, erklärt Rudolf Krüger. Der Kunsthistoriker führt die Besucher durch die Welt der Musikinstrumente in der Kunstsammlung der Universität Göttingen. Beginn ist um 11.30 Uhr.

Kunst entdecken  Die Kunstsammlung der Universität Göttingen birgt eine Vielzahl an Schätzen. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Kunstsammlung können Kinder ab 7 Jahren der Frage „Was ist Kunst?“ auf den Grund gehen, dabei verschiedene künstlerische Ausdrucksweisen erkunden und am Ende eigene Meisterwerke erschaffen. „Kunst für Kinder“ geht von 11.30 bis 12.30 Uhr. Voranmeldung unter kuki@gwdg.de

„In einem glücklichen Augenblick erfunden“  Eine Führung mit Rudolf Krüger durch die aktuelle Sonderausstellung mit deutschen Zeichnungen von Tischbein über Lovis Corinth bis Franz Marc beginnt um 14 Uhr.

Linienspiele Die Linie ist essentiell für die Zeichnung. Linien können kurvig, geschwungen, eckig oder starr sein, an den Gegenstand gebunden oder locker und frei. Das Spiel der Linien bestimmt den Charakter eines Bildes. In dem zweistündigen Workshop für Erwachsene werden Linienspiele unternommen und mit verschiedenen Zeichenmitteln wie Graphit und Kreiden experimentiert werden. Der Zeichenworkshop geht von 15.30 bis 17 Uhr.

Schwerpunkte der über 1300 Objekte umfassenden Sammlung sind europäische Holzblas- und Tasteninstrumente, mechanische Musikinstrumente, Schallwerkzeuge aus Altägypten, Afrika und Asien Quelle: Hinzmann

Musikinstrumentensammlung, Kurze Geismarstraße 1

Balinesisches Gongspielorchester „Gamelan Beleganjur“ Indonesische Gamelan-Orchester und deren Musik zeichnen sich durch Gong-Zyklen und vielschichtige Polyrhythmik aus. Das Prozessionsorchester „Gamelan Beleganjur“ ist einer von 30 Gamelan-Typen Balis. Der Workshop vermittelt erste Einblicke in die dortige Auffassung von Musik. Beginn ist jeweils um 13, 14 und 15 Uhr. Voranmeldung unter 01575/9628381 oder c.cummaunt@googlemail.com

Moschusochsen und Känguru im Magazin des Zoologischen Museums. Quelle: Christina Hinzmann

Magazin Zoologisches Museum, Außenstelle Besenhausen, Besenhausen 1 in 37133 Friedland

Das Magazin in Besenhausen Der Kustos des Zoologischen Museums führt Besucher durch das Übergangsmagazin „Trockensammlung“ des Zoologischen Museums in Besenhausen. Beginn der Führung ist 12, 14 und 15.30 Uhr. Treffpunkt: Café Besenhausen, Voranmeldung unter 0160/7036937 (8 bis 12 Uhr) oder zmuseum@gwdg.de Der Museumsdetektiv im Magazin: Als Detektive im Magazin können Kinder ab zehn Jahren verschiedene Tiere aufspüren. Beginn der Führung ist um 12.30, 13.30 und 15 Uhr. Treffpunkt: Café Besenhausen, Voranmeldung unter 0160/7036937 (8 bis 12 Uhr) oder zmuseum@gwdg.de Ganztägige Angebote von 12 bis 16 Uhr Digitale Objektfotografie – Digitale Erfassung der zoologischen Präparate für Datenbanken und Online-Präsentation sowie Basteln für Kinder.

Günter-Grass-Archiv-Haus, Düstere Straße 6

„Ihr wisst mehr, als ihr denkt!“ Eine Teaser-Ausstellung auf dem Weg zum Forum Wissen Eine klingende Orgel, erzählende Wände und ein mittelalterliches Fachwerkhaus: Die Organisatoren nehmen die Besucher mit in die Welt des Handwerks und führen sie durch die aktuelle Ausstellung „Ihr wisst mehr, als ihr denkt! Erfahrungswissen zwischen Tradition und Innovation“. Die Führungen starten jeweils um 11 und um 14 Uhr.

Region

Steinarbeiter Museum Quelle: Archiv

Museum für Steinarbeit, Kirchweg 8, Adelebsen

Heinrich Christian Burckhardt – Ein Adelebser Förster geht seinen Weg“ lautet der Name der Sonderausstellung, die zum Internationalen Museumstag im Museum für Steinarbeit in Adelebsen eröffnet wird. Burckhardt wurde in Adelebsen geboren und lernte die Forstwirtschaft von Pike auf. Mit Fleiß und Sachverstand schaffte er es,1853 der erste bürgerliche Leiter der Forstverwaltung des Königreichs Hannover zu werden. Sein Wirken auf den Wald und die forstliche Verwaltung wird noch heute geachtet. Das Museum kann von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden,die offizielle Eröffnung erfolgt um 15 Uhr mit einer Festrede.

Während der Öffnungszeiten werden verschiedene Aktionen angeboten. Ein Informations-Pavillon der Jägerschaft Münden wird den Lernort Natur mit Präparaten, einem Tiermotiv-Gedächtnisspiel und Anschauungs- und Infomaterial repräsentieren. Bei einem Baumartenquiz können die Museumsbesucher ihr Waldwissen überprüfen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgen das Bläsercorps der Jägerschaft Göttingen, der Männergesangverein Adelöwe und der Schulchor der Heinrich-Christian-Burckhardt-Schule. Dargeboten werden Lieder aus Burckhardts Buch „Jagd- und Waldlieder“.

Ein Hut-Ausstellung wird im Osteroder Museum eröffnet. Quelle: r

Museum im Ritterhaus, Rollberg 32, Osterode

„Kopfsache – Hüte und andere Kopfbedeckungen“ – so ist eine Ausstellung des Landschaftsverbandes Südniedersachsen zur Kulturgeschichte des bedeckten Kopfes betitelt, die am Sonntag, 19. Mai im Museum im Ritterhaus eröffnet wird. Die interaktive Ausstellung bietet Besuchern spannende Einblicke in die Kulturgeschichte des bedeckten Kopfes und lädt zum Mitmachen und Entdecken ein. Ausstellungseröffnung ist um 11.30 Uhr im neu gestalteten Sonderausstellungsbereich des Museums.

Im Höhlen-Erlebnis-Zentrum werden Kurzführungen angeboten. Quelle: r

Höhlenerlebniszentrum, An der, Tropfsteinhöhle 1, Bad Grund

Unter dem diesjährigen Motto des Museumstags bietet das Höhlenerlebniszentrum Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund Kurzführungen im Museum an. Die Dauerausstellung gibt einen Einblick in das Leben des bislang ältesten belegten Familienclans der Welt aus der späten Bronzezeit.

Das Wissen dieser Menschen über Ernährung, Heilpflanzen oder Textilien war umfassend – und hat heute erneut große Bedeutung. Die Kurzführungen im Dialog finden ganztags ab 11 Uhr zu jeder vollen Stunde statt und sind im Eintrittspreis inbegriffen. Treffpunkt ist an der Kasse.

Sie wollen Geschichte und Geschichten lebendig erzählen: Manfred Kirchner als Gewehrfabrikinspektor Casimir Tanner, Detlef Bayer als Mönch, Wolfgang Zeiss als Amtmann von Uslar, Rosemarie Matwijow als Clementia von Zähringen, Jeny Fischer-Wiegand als Dorothea von Holstein-Glücksburg, Michael Wolf als Fürst Georg von Calenberg, Wilfried Dittmann als Christian Ludwig und Claus Dieter Meyer als Müller Rohrmann (von links). Quelle: r

Welfenschloss Herzberg, Schloß 2, Herzberg

Anlässlich des Museumstags werden im Herzberger Welfenschloss Szenen aus der Geschichte des Schlosses gespielt. „Christian Ludwig, wie soll das hier weitergehen? Erst verbaut deine Mutter ein Vermögen für den Fürstenflügel. Und jetzt du noch mit deinen Plänen für den Schlossturm und Sieberflügel. 16.000 Taler! Du in Celle, deine Brüder in Hannover. Wenn du da überall Möbel reinstellst, kostet das uns ein Vermögen.“ So oder ähnlich wird vielleicht Fürstin Dorothea von Holstein-Glücksburg im Jahr 1663 ihrem Mann Herzog Christian Ludwig den Kopf gewaschen haben. Zum Museumstag hat das Team des Schlossmuseums zwei szenische Führungen geplant, die um 11 und um 14.30 Uhr beginnen und jeweils rund 90 Minuten dauern.

Fürstinnen und Fürsten, eine Magd und ein Knecht, ein Amtmann, ein Müller und ein Köhler und viele andere historische Figuren werden kleine Szenen aus der Geschichte des Schlosses Herzberg spielen. Auch Geschichten der Herzberger Bürger werden erzählt. Unterstützt wird das Schlossmuseum dabei mit Kostümen des Deutschen Theaters Göttingen.

Der Förderkreis Königshütte beteiligt sich am Internationalen Museumstag mit einer Veranstaltung auf dem Hüttengelände. Hans-Heinrich Hillegeist führte unter anderem über das Gelände. Quelle: Wolter

Industriedenkmal Gießerei Königshütte, Königshütte 1, Bad Lauterberg

In der Königshütte in Bad Lauterberg finden von 11 bis 17 Uhr alle 90 Minuten Führungen über das Gelände und durch das Südharzer Eisenhüttenmuseum statt. Letzteres ist mithilfe einer Rampe auch barrierefrei. Außerdem gibt es einen Einblick in die Maschinenfabrik. Attraktionen sind ein ganztägiger Flohmarkt und – speziell, aber nicht nur, für Kinder – das Schaugießen, das um 14 Uhr beginnt.

Führung im Kreuzgarten der gotischen Klosteranlage Walkenried. Quelle: r

Zisterziensermuseum Kloster Walkenried, Steinweg 4A, Walkenried

Im ehemaligen Versammlungsraum der Mönche ist seit 1570 die evangelische Kirche zu Hause. Zur Jahrhunderte lang gelebten evangelischen Spiritualität in diesem Kirchenraum zählt auch das Orgelspiel und seit 2017 erklingt hier eine auf diesen besonderen Raum musikalisch wie baulich zugeschnittene neue Orgel. Am Museumstag möchte das Museum deshalb gemeinsam mit der ev. Kirchengemeinde nach dem Gottesdienst (10.30 bis 12 Uhr) das immaterielle Welterbe „Orgelbau und Orgelmusik“ vorstellen.

Folgendes Programm ist vorgesehen: 11.30 bis 12.45 Uhr sowie 14 bis 15.15 Uhr „Mit Kreuz und Spaten“ – durch Klosteranlage, Kirchenruine, Ende auf der Orgelempore bzw. im Kapitelsaal.

Und 12 bis 12.30 Uhr, 12.45 bis 13.15 Uhr, 14 bis 14.30 Uhr, 15.15 bis 15.45 Uhr Besuch auf der Orgelempore, Orgelvorstellung mit „Kostproben“ von Barock bis Modern mit Ulrich Funk (Orgelsachverständiger aus Herzberg).

In Steina wird eine Tour auf der Gläsernen Spur angeboten. Quelle: r

Glasmuseum Steina, Am Kirchplatz 1, Bad Sachsa

Der Förderverein Glasmuseum Steina organisiert eine Exkursion durch den Ort und entlang des Gewässers in das Steinatal. Steina ist ein Walddorf. Es besteht seit dem Mittelalter. Doch was machte diese Lage für seine Bewohner so interessant hier zu siedeln, von hier aus ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und dabei jedem Auf und Ab durch die Jahrhunderte erfolgreich zu begegnen, bis heute? Und wie lief das mit den Glashütten? Treffpunkt ist um 13.30 Uhr vor dem Glasmuseum. Nach etwa eineinhalb Stunden auf gut begehbaren Wegen endet die Exkursion am Ausgangspunkt. Das Glasmuseum wird an diesem Tag zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet sein.

Grenzlandmuseum Eichsfeld bei Teistungen. Quelle: Eichner-Ramm

Grenzlandmuseum Eichsfeld, Duderstädter Straße 7-9, Teistungen

Öffentliche Führungen im Grenzlandmuseum Eichsfeld gibt es um 13, 14 und 15 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im 30. Jahr der friedlichen Revolution und Öffnung der innerdeutschen Grenze biete sich auch ein Gang über den Grenzlandweg an, teilt das Museum mit. Auf dem sechs Kilometer langen Rundwanderweg entlang des einstigen Todesstreifens und heutigem Grünen Band werde Geschichte (be-)greifbar.

Für Jugendliche gibt es die Museums-App „Map the Gap“, um beim Gang über den Grenzlandweg auch aktuelle Fragen zu Grenzen und Ausgrenzungen zu diskutieren. Interessierte können sich die App auf der Seite www.mapthegap.de vorab herunterladen. Für Kinder gibt es ein Kinderkino mit Filmen rund um die ehemalige innerdeutsche Grenze sowie Malangebote. Kinder ab acht Jahren können sich mit ihren Familien die Ausstellung mit Quizfragen erschließen.

Objekte im Heimatmuseum Obernfeld Quelle: Tietzek

Heimatmuseum Obernfeld, Kirchgasse 3, Obernfeld

Das Obernfelder Heimatmuseum können Interessierte von 11 bis 17 Uhr besuchen. Ab 14 Uhr gibt es in der Museumsküche zudem kostenlos frisch gebackene Waffeln mit Kaffee. Kinder können sich zusätzlich mit einem Fragebogen im Museum beschäftigen oder „Musmäuse“ suchen.

Bahnhof in Friedland mit Museum Friedland Quelle: Christina Hinzmann

Museum Friedland, Bahnhofstraße 2a, Friedland

Passend zum Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ richtet das Museum Friedland einen Aktionstag aus und lädt die Besucher ein, „mitzumachen, sich einzumischen, aktiv zu werden“. Ob beim Kreativ-Workshop „Let’s make it“, kleinen Video-Interviews zum Zeitzeugenprojekt oder als Testperson für die neu entwickelte Erinnerungsbox. Der Seniorenbeirat Friedland sorgt für ein Kuchenbuffet. Die Freiwilligen vom ASC Göttingen laden zu Bewegungsspielen ein. Familienfreundliche Führungen gibt es um 15 und 17 Uhr sowie Videointerviews um 14 und 16 Uhr.

Europäisches Brotmuseum in Ebergötzen. Ansicht vom Haupthaus des Museums aus der Barockzeit, das bis in die späten 90er-Jahre als Forstamt Radolfshausen genutzt wurde. Quelle: Hinzmann

Europäisches Brotmuseum Ebergötzen, Göttinger Straße 7, Ebergötzen

Im Europäischen Brotmuseum gibt es von 10 bis 17 Uhr Museumsrallyes, Führungen durch die Mühlen und einen Bieneninformationsstand. Von 11 bis 16 Uhr werden Aktionen mit dem Spielclubensemble des Deutschen Theaters Göttingen angeboten. Auf der Backstubenbühne wird um 12 und um 14 Uhr gebacken. Geöffnet ist das Museum von 9.30 bis 17.30 Uhr.

Wilhelm-Busch-Mühle Quelle: Richter

Wilhelm-Busch-Mühle Ebergötzen, Mühlengasse 8, Ebergötzen

Von 11 bis 16 Uhr werden Führungen durch die Mühle und Informationen rund um den Bauerngarten angeboten. Um 12 und um 15 Uhr gibt es Lesungen „Gärtnern mit Wilhelm Busch“. Das Museum kann von 10.30 bis 17 Uhr besucht werden.

Eingang zum Städtischen Museum Hann- Münden. Quelle: Hartwig

Städtisches Museum Hann. Münden, Schlossplatz 5, Hann. Münden

Wem steht Kleidung der 60er-Jahre? Wer das herausfinden will, kann sie am Sonntag ausprobieren. Wer Selfies macht, kann diese gleich an der Druckerstation ausdrucken und mitnehmen. In der „Papierwerkstatt“ können Besucher mithilfe von Waltraud Müller Anziehpuppen im Modestil der 60er-Jahre herstellen. Für Kinder gibt es verschiedene Ausmalbögen.

Die Rope-Skipping Gruppe des MSV Münden zeigt auf dem Schlossplatz, wie Gummitwist geht. Auch Stelzen und Hulahoop-Reifen stehen bereit. Fußballfans können sich am historischen „Tippkickspiel versuchen“. Ein Mündener „Musikfan“ legt Musik der 60er-Jahre aus seiner umfangreichen Sammlung auf. Auf dem Fernsehschirm werden „Werbefilme aus der Flimmerkiste“ gezeigt und für alle Teilnehmer am Ausstellungsquiz gibt es „süße Preise“. Von 11 bis 17 Uhr können Interessierte letztmalig die aktuelle Sonderausstellung „Willkommen in Hannoversch Münden. Eine Stadt im Aufbruch in die Moderne Münden 1959 -1969“ besuchen.

Von Nora Garben

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