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Göttingen Maschinennetz aktiviert
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00:31 26.04.2018
In Göttingen ist jetzt das Vodafone-Netz für ein Internet der Dinge freigeschaltet. Quelle: Foto: Pförtner
Göttingen/Düsseldorf

Von kommunikationsfähigen (neudeutsch „smarten“) Uhren über Fahrräder, Autos und Lastwagen bis zu Stromzählern und Industriemaschinen: Technische Geräte funktionieren immer häufiger über Internet-Anbindungen. Solche vernetzten Geräte werden von Unternehmen und städtischen Dienstleistern genutzt, um beispielsweise Ausleseprozesse für Mitarbeiter und Endkunden zu vereinfachen. Das Warten auf den Auslesetermin gehört dann der Vergangenheit an.

In diesem Internet der Dinge vernetzt Vodafone weltweit bereits mehr als 66 Millionen Geräte per Mobilfunk. Für Deutschland baut der Düsseldorfer Telekommunikationsanbieter sogar ein eigenes Netz ausschließlich für die Kommunikation von Geräten und Maschinen. „Dieses neue Maschinennetz“, erklärt Vodafone, „ist hochsicher und speziell optimiert für die regelmäßige und kostengünstige Übertragung kleinerer Datenmengen.“ Die Übertragung der Daten verbrauche in diesem Maschinennetz bis zu zehnmal weniger Strom als bislang. Auch in Göttingen hat Vodafone die neue, Narrowband IoT („Internet of Things“ – Internet der Dinge) genannte Technik jetzt aktiviert. In 93 Prozent des Göttinger Stadtgebietes ist das Maschinennetz ab sofort verfügbar. Damit könne Göttingen zu einer „Smart City“ werden, in der die neuen digitale Anwendungen Geräten wie beispielsweise Stromzählern oder Straßenlaternen ermöglichen, ohne menschliche Eingriffe Daten zu liefern.

Das macht die Vernetzung von Gegenständen sogar an Orten möglich, wo Mobilfunk sonst nur schwer hinkommt – im Keller unter der Erde oder hinter Betonwänden. Die speziellen Sensoren, die Daten erfassen und über das Maschinennetz übertragen, sind unabhängig von einer externen Stromversorgung: Sie verfügen über Akkulaufzeiten von bis zu zehn Jahren. Bis September soll die neue Technik in ganz Deutschland funken und kann dann bis zu vier Milliarden Gegenstände gleichzeitig miteinander kommunizieren lassen, erwartet Vodafone.

Bei der Deutschen Telekom befinde sich der Ausbauplan für ein solches System in Deutschland „noch in Abstimmung“, erklärt Unternehmenssprecherin Martina Weidmann. Einen konkreten Zeitpunkt für Göttingen dann die Telekom derzeit nicht nennen, aber, so Weidmann: „Auf jeden Fall in 2019.“ Das Telekom-Maschinennetz mit seiner niedrigen Bandbreite reiche für die meisten derartigen Anwendungen im öffentlichen Bereich und im Verbrauchersektor aus und biete daher Vorteile wie niedrige Kosten, geringen Energieverbrauch und eine hohe Gebäudedurchdringung. Das System nutze das bestehende Telekommunikationsnetz und biete daher „Zuverlässigkeit und optimale Abdeckung“.

 Telefónica Deutschland verweist hingegen auf „diverse Lösungen für die Vernetzung von Geräten über sein Mobilfunknetz“, beispielsweise für die digitale Steuerung von Arbeitsmaschinen, die Vernetzung von Kraftwerken oder für eine optimale Netzversorgung über die M2M-Global-Sim. Solche Anwendungen gebe es bereits derzeit in den 4G-Netzen, erklärt ein Pressesprecher von Telefónica Deutschland.

Von Matthias Heinzel

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