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Göttingen Cornamusa – mit Dudelsack und E-Gitarre
Die Region Göttingen Cornamusa – mit Dudelsack und E-Gitarre
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19:22 18.01.2018
Irische und schottische Folkmusik trifft auf Rockmusik und Tanz: Cornamusa hat sich von der Band zum Showakt entwickelt. Quelle: Foto: konovalov
Göttingen

Als Torsten Bähring 2003 in den Keller in der Hannoverschen Straße 118 hinabstieg, hatte er neben seinen Bandkollegen von Cornamusa bereits einen Dudelsack im Gepäck. Er war aus dem fernen Neuhaus ins Studio von Thomas Körber gekommen, um produziert von Wolf-Ekkehard „Ekki“ Stein die erste CD der Band aufzunehmen. Sie machten damals Rockmusik mit irischem Einschlag. Die erste Single „Gates of Eden“ ist eine Göttinger Produktion. Jetzt 15 Jahre später kommt Bähring zurück nach Göttingen und präsentiert seine aktuelle Show aus der Welt des „Pipe-Rock und Irish Dance“, wie es unter cornamusa.de zu lesen ist.

Sieben Musiker aus ganz Deutschland im schottischen Kilt treffen auf bis zu 16 Tänzer aus aller Herren Länder. Gyula Glaser und Nicole Ohnesorge sind für die Choreografie verantwortlich, Bähring und sein Kollege Peter Scheler und für die Kompositionen – und alles andere. „2012 haben wir uns entschieden, nochmal komplett neu zu starten“, erzählt Bähring ins Bildtelefon. Am anderen Ende der Leitung sitzt Körber, noch immer in seinem Weender Sound-Design-Studio. Die beiden haben den Kontakt über die Jahre nie verloren.

Ein Trailer der aktuellen Show von Cornamusa

„Ich fand das Projekt schon immer toll und es ist erstaunlich, was daraus geworden ist“, lobt Körber. Er habe damals gemeinsam mit „Ekki“ versucht, der jungen thüringer Band ein „eigenes Format“ zu geben. Eineinhalb Jahrzehnte später kann man sagen, dass das offensichtlich geklappt hat. Sie spielen vor bis zu 1300 Zuhörern. Nicht zuletzt durch den Erfolg der US-amerikanischen Produktion „Lord of the Dance“ erfreut sich das Genre großer Beliebtheit.

Es gebe bei Cornamusa allerdings einige Unterschiede zu den etablierten Shows. Zunächst einmal ist die noch immer mehrheitlich eigenkomponierte Musik spürbar härter als für Stepptanz-Shows üblich. Zum anderen trage jeder Tänzer ein Mikrofon im Schuh. Üblicherweise werde das Klacken der Schuhe eingespielt, verrät Bähring. Bei seinen Tänzern wird live geklackt. „Das macht es lebendiger.“

Aktuell führt sie die Tour durch Deutschland, Österreich und Teile der Niederlande, im vergangenen Jahr ging es außerdem durch Frankreich. Und wenn alles so klappt, wie Bähring sich das vorstellt, geht es für Cornamusa 2019 außerdem nach Amerika. Das Showkonzept ist offenbar international kompatibel – und es hat eine Göttinger Vergangenheit.

Karten für die Show „World of Pipe and Irish Dance“ am Sonntag, 28. Januar, in der Göttinger Stadthalle sind im Ticketshop des Göttinger Tageblatts erhältlich.

Von Markus Scharf

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