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Göttingen JVA Rosdorf: Sicherungsverwahrung für Verbrecher eröffnet
Die Region Göttingen JVA Rosdorf: Sicherungsverwahrung für Verbrecher eröffnet
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18:42 24.05.2013
Von Matthias Heinzel
Luftbild der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf mit dem Neubau für Sicherungsverwahrte (Gebäudeteil vorn links).
Luftbild der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf mit dem Neubau für Sicherungsverwahrte (Gebäudeteil vorn links). Quelle: dpa
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Rosdorf

Der Neubau war notwendig geworden, weil das Bundesverfassungsgericht im Mai 2011 entschieden hatte, dass sich die Sicherungsverwahrung von Gewalttätern nach Ende der Haft deutlich von der Unterbringung von Häftlingen unterscheiden müsse.

Die Verwahrung müsse danach „freiheitsorientiert und therapiegerichtet“ gestaltet werden, erläuterte die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) bei der Eröffnungsfeier. Unter anderem sind unabhängig vom Gefährdungspotenzial regelmäßige Freigänge vorgesehen – allerdings unter Bewachung und gegebenenfalls mit Fesseln.

Die neue Sicherheitsverwahrung für Schwerverbrecher in der Justigsvollzugsanstalt Rosdorf ist eröffent. © Hinzmann

Im neuen Gebäude steht jedem Sicherheitsverwahrten eine 23 Quadratmeter große Unterkunft zur Verfügung – mit eigenem Bad und Toilette, aber ohne Küche. Für Gefängnisatmosphäre sorgen das karge Mobiliar und der Blick durchs vergitterte Fenster auf fünf Meter hohe Sicherheitszäune mit Stacheldraht. Von 6 bis 22 Uhr können sich die Insassen im umzäunten Außengelände bewegen.

Ab 1. Juni werden 20 Männer, die derzeit in Celle untergebracht sind, nach Rosdorf verlegt. Wohnplätze für Frauen sind nicht vorgesehen.

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