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Göttingen JVA und Freibad mit Wärme versorgen
Die Region Göttingen JVA und Freibad mit Wärme versorgen
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19:42 17.05.2010
Von Andreas Fuhrmann
Gefängnis-Zufahrt: Auf der Fläche links daneben soll die Biogasanlage gebaut werden. Entschieden ist indes noch nichts. Quelle: Vetter
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Noch ist nichts entschieden, doch die Politiker im Ortsrat Rosdorf nahmen dessen Antrag schon einmal „wohlwollend“ zur Kenntnis.

Die Anlage soll auf einer Fläche des Landwirts südlich der JVA und westlich der Kreisstraße 36 entstehen. Sie soll eine elektrische Leistung von etwa 500 Kilowatt haben und neben der JVA auch das Rosdorfer Freibad und eventuell das Seniorenzentrum Johannishof mit Wärme versorgen.

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Eine darüber hinaus reichende Versorgung, beispielsweise von Haushalten auf dem nahe gelegenen Hamberg, sei hingegen nicht möglich, heißt es. Die Biogasanlage wird laut Vorlage unter anderem aus zwei Fermentern, einem Gärrestelager und einem Gülletank bestehen. Beliefert werden soll sie durch den Bauherren selbst sowie durch eine Reihe anderer Landwirte. Zusammenschließen wollen sie sich in einer Betreibergesellschaft.
„Wir halten die Anlage für sinnvoll“, sagte Christoph Sachse (SPD) im Ortsrat und bezeichnete sie als „nachhaltige Form der Energiegewinnung“.

Positiv sei zu bewerten, dass das Freibad mit versorgt werde. Beachten müsse man jedoch den „Mehrverkehr“, den man „nicht unterschätzen“ dürfe. Auch der Transport von Gülle zum Betrieb der Anlage sei „nicht von der Hand zu weisen“, so Sachse. Man müsse mögliche Geruchs- und Lärmbelästigungen unbedingt bei der Planung berücksichtigen.

Auch Gerhard Winter (CDU) fand es „wichtig, eine Biogasanlage zu bauen“. Schließlich wolle Deutschland auf die Atomenergie verzichten. „Wir werden damit leben müssen wie mit Windkrafträdern“, sagte Winter. Er habe „keinerlei Einwände gegen dieses Projekt“. Schließlich plane auch der Johannishof eine Erweiterung: „Energie zu bekommen, wäre wichtig.“

Klaus Goedecke (SPD) war etwas vorsichtiger als seine Vorredner. Natürlich seien erneuerbare Energien wichtig, sagt er. Dennoch müsse man sich fragen: „Was bedeutet das?“ Gut sei die Einbindung von Freibad, JVA und Johannishof. Unbehagen aber würden ihm beispielsweise noch die „Güllefuhren“ und die Konzeption der Biogasanlage bereiten. „Die Faktenlage muss noch ermittelt werden“, stimmt ihm Sachse zu. Das soll nun geschehen.

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