Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Jägerschaft und Landvolk geben Tipps
Die Region Göttingen Jägerschaft und Landvolk geben Tipps
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 22.04.2018
Vom Mäher bedroht: Schlafendes Rehkitz. Quelle: r
Anzeige
Göttingen

In einer gemeinsam verfassten Pressemitteilung weisen Landesjägerschaft, Landvolk und der Landwirtschaftskammer darauf hin, dass die Mäher eine Gefahr für die Tiere sind. Ihre Strategie „Ducken und Tarnen“ schütze zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher.

Die geplanten Mäh-Termine müssten mindestens 24 Stunden vorher mit den Jagdpächtern abgesprochen werden, deren Hunde die Gebiete durchsuchen. Die Landwirte könnten die Flächen auch selbst absuchen oder Wildretter einsetzen, die Tiere aus Feld oder Wiese tragen. Das Mähen von innen nach außen ermögliche Wildtieren durch das noch stehende Gras die Flucht zu den Seiten aus den Feldern.

Saumbereich langsam abfahren

Die Saumbereiche seien als Aufenthaltsorte bei Reh, Hase und Fasan besonders beliebt. Die Geschwindigkeit sollte hier verringert werden. Im Dunkeln sollte gar nicht gemäht werden. Viele Wildtiere duckten sich instinktiv vor den Scheinwerfern und hörten dann auf zu flüchten.

Die Verbände empfehlen, Tiere mit Knistertüten oder Flatterbändern zu vertreiben. Markierstäbe mit Knistertüten und rotweißem oder blauweißem Trassierband seien praktisch. Auch der Einsatz von elektronischen Wildscheuchen habe sich bewährt. Jeweils ein Gerät pro drei Hektar könne zur Beunruhigung ausreichen.

Akustische Hilfsmittel

Ebenfalls erfolgreich seien akustische Wildretter: Die an den Erntemaschinen angebrachten Signaltongeber erzeugen einen Piepton, der Wildtiere flüchten lässt. Dieter Hildebrandt, Vorsitzender der Jägerschaft Göttingen, rät zum wasserdichten Duschradio. Am Abend vor dem Mähen könne es die Tiere fernhalten. Wieviele Tiere im Landkreis Göttingen beim Mähen getötet werden, ließe sich kaum verlässlich einschätzen.

Drohnen mit Wärmebildkameras kämen in jüngerer Zeit auch oft zum Einsatz, sagt Achim Hübner vom Landvolk Göttingen. Die Geräte könnten Tiere leicht aufspüren. Doch sei es schwierig, sie flächendeckend einzusetzen. „Wir haben in Südniedersachsen etwa 49 000 Hektar Ackerfläche und 9000 Hektar Grünland, von denen zwei Drittel gemäht werden. Die können natürlich nicht alle abgeflogen werden.“ Für die Landwirte seien die Unfälle mit Tieren eine Belastung: „Im schlimmsten Fall lebt das Tier noch und kann erst durch den herbei gerufenen Jäger erlöst werden“.

Von Julian Habermann

Aufgrund der hohen Temperaturen der vergangenen Tage öffnet das Naturerlebnisbad Grone am kommenden Wochenende von Freitag, 20. April, bis Sonntag, 22. April, wie die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) mitteilt.

19.04.2018
Göttingen Inklusives Theaterfestival in Göttingen - Macbeth mal anders

Bereits zum achten Mal zeigen Menschen mit und ohne Behinderung beim „Inklusiven Theaterfestival“ in Göttingen, wie Inklusion funktionieren kann. Dabei präsentieren drei Gruppen am Sonntag, 29. April, ihre humorvollen Theaterstücke.

19.04.2018

Bereits zum sechsten Mal haben Studierende der PFH Private Hochschule Göttingen ein gemeinsames Projekt mit Beschäftigten der Göttinger Werkstätten initiiert. In diesem Jahr ging es auf eine inklusive Schatzsuche rund um den Wendebachstausee.

22.04.2018