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Göttingen „Kroemer ist aus Göttingen nicht wegzudenken“
Die Region Göttingen „Kroemer ist aus Göttingen nicht wegzudenken“
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00:24 15.11.2018
Jahresempfang der Universitätsmedizin Göttingen mit Gastredner Björn Thümler, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur. Quelle: Foto: Richter
Göttingen

Mit 530 Gästen hat der Vorstand der Universitätsmedizin (UMG), Heyo Kroemer, mehr Gäste denn je zum Jahresempfang begrüßt. Unter den Gästen aus Politik, Medizin und vielen anderen Institutionen war auch der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (CDU).

Die Bildergallerie: Wer war auf dem Fest?

Mit 530 Gästen hat der Vorstand der Universitätsmedizin (UMG), Heyo Kroemer, mehr Gäste denn je zum Jahresempfang begrüßt. Eindrücke vom Fest in Bildern.

Kroemer ging unter anderem auf die veraltete Infrastruktur des Hauses ein. Die Diskussion um einen Neubau „schwelt seit mehr als einem Jahrzehnt, ohne dass bisher ein Stein auf den zweiten gesetzt worden wäre”, so der UMG-Chef. Derzeit werde von den Ministerien ein Verfahren entwickelt, mit dem das bereitgestellte Geld verbaut werden kann. Dabei gehe es um „grundsätzliche Fragen“ der Aufgabenverteilungen zwischen dem Land und der UMG als Bauherr. Voraussetzung für die Zusammenarbeit muss laut Kroemer „gegenseitiges Vertrauen” sein. Den Bau-Masterplan habe die UMG dem Wissenschaftsministerium in Hannover fristgerecht übergeben, man habe ihn zwischenzeitlich nochmals überarbeitet und nun erstellen die Mitarbeiter einen Auszug dieses Planes im Sinne einer baulichen Entwicklungsplanung. Am 5. Dezember, so Kroemer, werde der Hauhaltsausschuss des Landtags darüber beraten. Kroemer: „Wir hoffen sehr auf ein positives Ergebnis.“

Digitalisierung von ­„steinzeitartigem System“

Auf die Ausschreibungen für das neue Bettenhaus und den OP-Trakt hätten sich mehrere große Konsortien beworben und auch die Forschungsinfrastruktur werde weiter ausgebaut – das neue Herz- und Hirnzentrum soll ab 2019 errichtet werden, ebenso der Neubau der Apotheke und ein Interimsbau für die Kinderintensivstation. Ein weiteres großes Thema ist die Digitalisierung. Kroemer sprach von einem „steinzeitartigen System”, das nun geändert werde. 23 Millionen Euro werden dafür investiert.

Betten der UMG zu 84 Prozent ausgelastet

Neben der Forschung sei auch die Krankenversorgung „außerordentlich erfolgreich” gewesen. „Die 1444 Betten waren im Schnitt zu 84 Prozent ausgelastet und damit voll belegt”, sagte Kroemer. 65 000 stationäre Patienten wurden im Klinikum behandelt, 9026 Mitarbeiter sind in der UMG beschäftigt. Und: Die Patientenzahlen steigen immer weiter. Kroemer: „In jedem normalen Unternehmen würden sie sich über eine solche Entwicklung freuen. Nicht so in der aktuellen medizinischen Vergütung der Bundesrepublik Deutschland”, sagte er. Denn wenn die Klinik eine von den Krankenkassen ausgehandelte Zahl an Patienten überschreitet, bekommen sie für jeden solchen Fall lediglich 15 Prozent ihrer Kosten ersetzt. Es seien deutlich mehr Menschen, die gleichzeitig deutlich schwerer krank waren, in die UMG gekommen, dennoch habe die UMG ein Defizit erzeugt.

Diese Art der Finanzierung, so sagte Thümler, verschaffe ihm derzeit eine „lebhafte Brieffreundschaft“ mit Jens Spahn. Dort brauche man eine Veränderung. Zum Thema Bauvorhaben der UMG sagte Thümler: „Wir wollen hier bauen.“ Abschließend kommentierte der Minister noch das Ansinnen der Berliner Charité, Kroemer abwerben zu wollen. „Kroemer ist aus Göttingen nicht wegzudenken.“ Anhaltender und kräftiger Applaus erklang. Thümler: „Ich hoffe, dass das gut ausgeht.“

Von Britta Bielefeld

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