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Göttingen Das war der April in Göttingen und der Region
Die Region Göttingen Das war der April in Göttingen und der Region
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13:09 23.12.2018
Tour Quelle: Heller
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Göttingen

Eine traditionelle Großveranstaltung, ein spektakulärer Polizeieinsatz, eine Beinahe-Kundgebung und der Marsch der Wissenschaftler waren die Top-Themen im April 2018. Hier noch einmal ein kurzer Blick zurück.

So viele Fahrer wie bei der 14. Auflage der Tour d’Energie überquerten noch nie die Ziellinie. 2987 der 3031 gestarteten Radrennfahrer erreichten nach absolvierten 45 oder 100 Kilometern am 22. April 2018 die Bürgerstraße. Und noch aus einem zweiten Grund war das diesjährige Jedermannrennen rekordverdächtig: Der Göttinger Amateurradler Daniel Widera stellte eine neue Bestzeit auf. Er raste in 5:30 Minuten zum Gaußturm hinauf – die extremste Steigung des Rennens. Hier noch einige Bilder zur Erinnerung.

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Verfolgungsjagd endet auf Göttinger Raststätte

An der Raststätte Göttingen-West können Beamte den 51-Jährigen festnehmen. Quelle: Polizei

Ein spektakuläres Rennen lieferte sich auch ein 51-Jähriger aus Schwalmtal in Hessen. Er hielt auf der Autobahn 7 zwischen Hannover und Göttingen mit seinem Sprinter die Polizei in Atem. Unter anderem soll er bei Tempo 180 einen Streifenwagen 15-mal gerammt haben. Ein Polizeihubschrauber filmte außerdem, wie sich bei Nörten-Hardenberg ein Polizeibeamter nur mit einem Sprung über die Leitplanke vor dem heranrasenden Sprinter retten konnte. Auf der Raststätte Göttingen endete die Verfolgungsjagd. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Fahrer wegen versuchter Tötung, Nötigung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr.

Die Rechte marschiert – nicht

Zum 25. des Monats war ein weiterer Großeinsatz für die Polizei ansetzt. Die rechtsextreme Partei „Die Rechte“ hatte angekündigt, durch Göttingen ziehen zu wollen. Göttingen sollte als Mobilisierung für den sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar dienen. Doch den Anmeldern gelang es dem Vernehmen nach nicht, ausreichend Teilnehmer für die Kundgebung zu rekrutieren. Kurzfristig sagte die Partei ihre Veranstaltung ab. Die Gegendemonstranten jubilierten, der Steuerzahler übernahm die Rechnung für die umfangreichen Vorbereitungen.

March for Science

"March for Science" in Göttingen. Quelle: Heller

Wie das mit dem Marschieren wirklich funktioniert, hatten bereits Mitte April 700 Wissenschaftler gezeigt. Mit Schlachtrufen wie „Augen auf, Hirn an“ oder „Es gibt keine Alternative zu Fakten“ demonstrierten sie mit dem March for Science gegen die wachsende Skepsis in der Gesellschaft gegenüber der Wissenschaft. Professor Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, betonte, es sei in seinen Augen kein Zufall, dass die Krise der Demokratie, die in vielen Ländern zu beobachten sei, stets mit Angriffen auf die Freiheit der Wissenschaft, der Forschung und der Lehre einhergehe. Oder wie es Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler in seiner Ansprache formulierte: „Ich will nicht in postfaktischen Zeiten leben.“

Der Jahresrückblick 2018

Was hat die Menschen in Göttingen und die Region im Jahr 2018 bewegt? Der Tageblatt-Jahresrückblick für das Jahr 2018 erscheint am Freitag, 21. Dezember. Die 36-seitige Beilage ist dann auch online abrufbar: gturl.de/Jahresrückblick2018

Hier geht es zum Rückblick auf die Monate Januar, Februar und März.

Von Markus Scharf

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