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Göttingen Jedes Friedländer Kind bekommt Betreuungsplatz
Die Region Göttingen Jedes Friedländer Kind bekommt Betreuungsplatz
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18:49 21.08.2013
Von Jürgen Gückel
Sozialausschuss auf der schiefen Bahn: Im katholischen Kindergarten informiert sich der Ausschuss über die neue Krippeneinrichtung. Quelle: Vetter
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Friedland

Mit den 15 neuen Plätzen im katholischen Kindergarten Friedland, der Bambola in Groß Schneen und den Betreuungsplätzen für unter Dreijährige in den anderen Kindergärten bietet Friedland für 69 Prozent aller Kleinstkinder Betreuungsplätze. Das ist ausreichend. Vor dem 1. August waren es 59 Prozent.

Während der Sozialausschusssitzung informierten sich Politiker und beratende Mitglieder des Gremiums vor Ort über die neue Krippeneinrichtung in Friedland. Schustek gab auch einen Überblick über die andren Einrichtungen: In Niedernjesa ist die gemeindliche Kindertagesstätte vollkommen belegt. Einzelne Eltern mussten schon auf Ballenhausen ausweichen. Der Umbau ist überdies in den Ferien fertig geworden.

Neben dem durch Krippengruppen erweiterten katholischen Kindergarten gibt es im Dorf Friedland noch den evangelischen, der ebenfalls  gut belegt ist. In Reiffenhausen werden derzeit 13 Kinder betreut, davon allerdings viele unter drei Jahren. Nur so konnte der Fortbestand der evangelischen Einrichtung in Reiffenhausen gesichert werden.

In Groß Schneen, ebenfalls ein Kindergarten der evangelischen Kirche, wird derzeit gebaut. Nur ein Teil der Einrichtung konnte nach den Sommerferien geöffnet werden. Eine Gruppe nutzt noch die Beratungszimmer der benachbarten Gemeindeverwaltung als Unterkunft. Das Schild „Bitte Ruhe, wir schlafen!“, so schmunzelt Schustek, beziehe sich wirklich nur auf die Kinder – nicht auf die Mitarbeiter der Verwaltung.

Bleibt das Sorgenkind der Gemeinde: Der evangelische Kindergarten Ballenhausen soll 2014 geschlossen werden. Es gibt einen Ratsbeschluss, die Kostenübernahme zu beenden. Derzeit werden nur sieben Kinder betreut, davon einige aus Niedernjesa, für die die Gemeinde die Kosten eines Fahrdienstes tragen muss. Allein fünf Eltern, so berichtet Schustek, hätten sich allerdings bereits bemüht, eine andere Einrichtung in der Gemeinde zu finden, weil die Betreuung ihnen in einer so kleinen, heterogenen Gruppe pädagogisch problematisch erscheint. Eine Lösung habe nicht angeboten werden können.

Die Lösung für ein weiteres Problem will der Sozialausschuss mittragen, auch wenn es im Jahr bis zu 9800 Euro Mehrkosten verursacht. Die Öffnungszeiten in Groß Schneen und Friedland sollen so geändert werden, dass sie von 7.15 bis 16 Uhr (Groß Schneen) beziehungsweise 7 bis 16.30 Uhr (Friedland) reichen – teils freilich als Sonderöffnungszeit.