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Göttingen Johannes Oerding feiert ausgelassen mit seinem Publikum
Die Region Göttingen Johannes Oerding feiert ausgelassen mit seinem Publikum
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20:00 13.09.2019
Mit Spaß und toller Stimme: Johannes Oerding in Halle 2. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Neuer Platz für die Citystage, neue Halle, aber auch Bewährtes. Etliche Newcomer spielen bis Sonnabend auf dem Festival, das Auftaktkonzert aber bestreitet wie in den vergangenen Jahren, so Jens Mahrhold von NDR2 in seiner Konzertansage, ein etablierter Künstler.

Seit 2009 ist Johannes Oerding erfolgreich im Musikgeschäft unterwegs, zwei seiner Alben wurden mit Goldenen Schallplatten ausgezeichnet, für sein Album „Alles brennt“ erhielt er 2016 eine Platin-Auszeichnung. Und er hat den Ruf hervorragende Konzerte abzuliefern. Diesem Ruf wurde Oerding in Halle 2 auf dem Schützenplatz mehr als gerecht.

Volle Halle

Punkt 19 Uhr fangen die ersten Fans von Oerding ungeduldig an zu klatschen. Die Halle, in der sonst die Basketballer der BG trainieren, ist pickepacke voll und es ist ist mehr als kuschlig-warm. Lange lassen sich die Musiker zum Glück nicht bitten und mit sattem Sound startet die Show.

Johannes Oerding und sein Gitarrist Moritz Stahl in Halle 2. Quelle: Niklas Richter

Souverän und emotional geht es durch Songs wie „Leuchtschrift (Große Freiheit)“, „Wenn du lebst“, „Nie wieder Alkohol, „Wo wir sind ist oben“ oder „Alles brennt“. Und vom ersten Song an feiert die Halle mit dem Sänger. „Das ist ja wie im Stadion hier“, so Oerding über den frenetischen Jubel. Und dabei habe man ihm gesagt, das werde eine kleiner, feiner Auftritt, so mit Club-Atmosphäre, witzelt Oerding.

Der Musiker plaudert zwischen seinen Liedern ausführlich und launig mit seinem Publikum. Lässt Männer und Frauen getrennt mitsingen, besonders ausgiebig auch bei „So schön“. Und wirft dann ein „jetzt singen nur die Männer, die freiwillig hier sind!“ in den Raum. Prompt wird es leiser, „siehste, ich wusste es doch, es bricht sofort ein“, sagt Frauenschwarm Oerding mit verschmitztem Lächeln zu seinen Bandkollegen.

Begnadeter Entertainer

Auch vor dem Alter seiner Besucher macht er nicht halt. Das sei ja hier so ein Hipster-Festival mit all den Newcomern und mit ganz jungem Publikum. Er habe sich extra bei seinen jüngeren Kollegen informiert, wie er mit so einem jungen Publikum umgehen soll. „Und nun seid ihr alle hier! Wer ist unter 20?“ will er wissen. Wenige. Unter dreißig? Schon mehr. Über 40? Die meisten!

Oerding gibt eine gekonnte Whitney-Houston-Einlage mit „I will always love you“, macht ein Foto mit dem offensichtlich jüngsten Besucher, dem achtjährigen Leo. Es sei ja noch Sommer sagt er und gibt eine Reggae-Einlage, bei der er durchs Publikum läuft. Wer in der vorigen Woche in Duderstadt dabei war, als Oerding vor 18000 Zuhörern beim Eichsfeld-Festival rockte, erkannte auch das wieder.

Volle Halle 2 bei Oerdings Konzert. Quelle: Niklas Richter

Aber was soll’s, Oerding ist ein begnadeter Entertainer, er unterhält sein Publikum, gibt ihnen 70 Minuten Spaß und exzellente Musik. Denn er kann eben auch verdammt gut singen, hat eine außergewöhnliche Stimme, die mal rockig, mal kreischig hoch, mal sanft, immer treffsicher ist. Und seine Band, die ihn auf der Bühne begleitet, steht ihm im musikalischen Können in nichts nach. Gitarrist Moritz Stahl und Bassist Robin Engelhardt bekommen auch an diesem Abend ihre Momente für feine Soli.

Tolle Feier

Spätestens nach 20 Minuten steht niemand im Publikum mehr still, auch „die Männer, die mit mussten“ reihen sich ein in die begeisterte, tanzende und singende Menge. Es ist eine wirklich schweißtreibende Angelegenheit und eine tolle Feier zum Auftakt des achten Soundcheck-Festivals.

Programm am Sonnabend

Sonnabend, 14. September: 15.30 Uhr Dean Lewis in Halle 2

15.45 Uhr Mads Langer, City Stage

17 Uhr Declan J. Donovan, Deutsches Theater

17 Uhr Lilly among Clouds, City Stage

18.30 Uhr Justin Jesso, City Stage

19.30 Uhr Lewis Capaldi, Halle 2 mit Live-Übertragung auf die City Stage.

21 Uhr Musikszene Deutschland mit Lena, Michael Schulte, Nico Santos, Benne, Jeanette Biedermann und Millé. Lokhalle mit Live-Übertragung auf die City Stage.

Von Christiane Böhm

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