Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Tausende Pakete in die Ukraine gebracht
Die Region Göttingen Tausende Pakete in die Ukraine gebracht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 29.12.2018
Hilfspakete für Bedürftige in der Ukraine - übergeben von den Johanniter-Weihnachtstruckern. Quelle: r / Jan Klaassen
Anzeige
Göttingen / Südniedersachsen

Für die bundesweite Hilfsaktion „Weihnachtstrucker“ haben die Göttinger Johanniter in der Vorweihnachtszeit Geld- und vor allem Sachspenden eingesammelt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag starteten bundesweit 44 Sattelschlepper mit 56 172 Paketen in Richtung Ukraine, um die Hilfsgüter vor Ort an Bedürftige zu verteilen. Allein aus Niedersachsen und Bremen kamen nach Angaben der Johanniter 2500 Pakete zusammen.

Nahrungsmittel und Hygieneartikel

Aufrufe hatten die Göttinger Johanniter in Schulen, Kindergärten, Vereinen und Firmen verteilt. Auch Privatleute waren aufgefordert, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und diese in den Dienststellen der Hilfsorganisation abzugeben.

Anzeige
Aufbruch Richtung Ukraine. Quelle: r / Jan Klaassen

„Wir haben viel Unterstützung aus Göttingen und dem Umland erhalten. Einfach toll“, freute sich Arnold-Friedrich von Zepelin, Dienststellenleiter der Johanniter in Göttingen. Kollegen aus den Ortsverbänden Stade und Wunstorf hätten die Hilfsgüter mit einem eigenen Lkw-Konvoi direkt ins Zielgebiet gebracht und dort persönlich verteilt. „Das ist schön, wenn die Hilfe direkt bei den Menschen ankommt“, betonte von Zepelin.

Konvoi startet am zweiten Weihnachtstag

In den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertages waren die Helfer mit zwei voll gepackten Lkw mit Anhängern und einem Begleitfahrzeug aufgebrochen; am Donnerstag kamen sie in der Stadt Schytomyr an, 120 Kilometer westlich von Kiew. Michele Sciacca, Konvoi-Leiter aus dem Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer: „Wir haben die Weihnachtspakete in der Einrichtung ,Mission Ukraine’ verteilt. Diese engagiert sich für behinderte Kinder und deren Mütter. Wir wissen jetzt, dass es sich gelohnt hat, diese Mühen und Strapazen der langen Fahrt auf uns zu nehmen.“ Die Fahrt ging später noch weiter in die zentralukrainische Stadt Poltawa; auch dort wurden Pakete verteilt. Über einen Facebook-Kanal und die Internetseite johanniter.de/weihnachtstrucker-ukraine berichteten die Helfer von den einzelnen Stationen der mehrtägigen Reise.

Dankbarkeit über die Hilfe vor Ort. Quelle: r / Jan Klaassen

Erstmals starteten Johanniter-Weihnachtstrucker vor 25 Jahren aus Bayern; mittlerweile sind fast alle Landesverbände der Johanniter-Unfall-Hilfe in die Aktion involviert. Der Landesverband Niedersachsen/Bremen hat sich in diesem Jahr zum zweiten Mal beteiligt.

Von Markus Riese / r