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Göttingen Jonglierconvention in der Freien Waldorfschule in Weende
Die Region Göttingen Jonglierconvention in der Freien Waldorfschule in Weende
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17:40 17.07.2011
Von Katharina Klocke
Volleyclub-Spiel im Freibad Weende: Wer die orangefarbene Spielkeule fängt, muss eine seiner eigenen vorher in die Luft werfen.
Volleyclub-Spiel im Freibad Weende: Wer die orangefarbene Spielkeule fängt, muss eine seiner eigenen vorher in die Luft werfen. Quelle: Vetter
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Weende

Was steckt hinter dem Jonglieren? „Der Drang, ständig etwas in die Luft zu werfen“, sagt Ullich Steybe aus Fulda. „Äpfeln im Supermarkt kann kaum ein Jongleur widerstehen“, gibt auch Barbara Weck zu, Göttinger Mitorganisatorin des Jonglagetreffens in Weende. Bei der Zusammenkunft am Wochenende, veranstaltet von der Hochschulsportgruppe Jonglage und Akrobatik sowie den Kaz-Jongleuren, flogen allerdings keine Äpfel in die Luft, sondern Keulen, bunte Bälle, Diabolos oder Hula-Hoop-Reifen.

Von Freitag bis Sonntag reisten die Teilnehmer an: aus Göttingen, Frankfurt, Karlsruhe, Chemnitz und sogar aus dem französischen Toulouse. Schüler, Studenten, Doktoren und Lehrer seien dabei, berichtet Weck. Vor allem jüngere Jongleure besuchten die bundesweit 20 bis 30 Conventions im Jahr, „über 30-Jährige mit Familienanschluss kommen seltener“, hat Mitorganisator Nicki Cohrs beobachtet.

Steybe ist da mit 41 Jahren schon eine Ausnahme, betreibt die Jonglage aber auch professionell. Seinen Lebensunterhalt verdient sich der Fuldaer als jonglierender Alleinunterhalter. Worin liegt für ihn die Faszination des Jonglierens? „Im absolut sinnfreien Sachen-in-der-Luft-Halten“, sagt er. Und dann mache es einfach nur großen Spaß.

Aus Göttingen kommt der 20-jährige Kishor Rana. Sieben Jahre lang jonglierte er im Verein. Durch Zufall hatte er von der Convention an der Waldorfschule gehört und kam am Sonnabend einfach dazu. Wie auch Lars Fuchs (15), mit erst einjähriger Praxis ein Neuling unter den Jongleuren. „Ich möchte gern etwas dazulernen.“

Die Chancen dafür standen an diesem Wochenende nicht schlecht. Neben dem gemeinsamen Jonglieren („Passing“) und Volleyclub-Spielen (eine Variante des Volleyballs mit Keulen) im Weender Freibad wurden auch einige Workshops angeboten, in denen sich die Teilnehmer gegenseitig etwas beibrachten. Bis Sonntagnachmittag tauschten die Jongleure in der Waldorfschule ihre Tricks und Erfahrungen aus.